Llopis stürmt jetzt nicht nur hürden, sondern auch wellen!

Der ehemalige Weltcup-Zweite im 60-Meter-Hürdenlauf, Quique Llopis, hat eine neue Leidenschaft entdeckt – und setzt sich nun für eine wichtige soziale Initiative ein. Der spanische Athlet wurde am vergangenen Samstag zum Botschafter von Kind Surf ernannt, einer Stiftung, die benachteiligte Kinder durch Surfen und Umweltschutzbildung unterstützt.

Surfen als therapie: mehr als nur sport

Kind Surf, eine soziale und ökologische NGO, nutzt die Kraft des Surfens und die Bedeutung des Umweltschutzes, um das Leben von jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu verbessern. Unter der Leitung von Almudena Fernández, einer bekannten Umweltschützerin und Model, verfolgt die Organisation das Motto „Bring Happiness“ – und das gelingt ihr mit jeder Welle. Llopis selbst betonte, dass es ihm eine Ehre sei, seine sportliche Plattform für einen guten Zweck einzusetzen: „Alles, was wir Sportler tun können, um das Leben von Menschen zu erleichtern, die es brauchen, ist eine lohnende Aufgabe.“

Besonders beeindruckend ist das Engagement von Kind Surf, den Surfsport für jeden zugänglich zu machen, unabhängig von individuellen Bedürfnissen. Die Organisation bietet spezielle Surfkurse für Kinder und Jugendliche mit beispielsweise cerebralen Lähmungen, Autismus oder anderen funktionellen Einschränkungen an. Durch den Kontakt mit dem Wasser verbessern diese jungen Menschen nicht nur ihre motorischen Fähigkeiten und ihr Selbstbewusstsein, sondern erfahren auch Momente der Freiheit und Selbstüberwindung.

Die Erfolge von Kind Surf sprechen für sich. 2013 erhielt die NGO den „Deporte Integra“-Preis für ihre Pionierarbeit im Bereich des inklusiven Sports. 2025 folgte die Auszeichnung mit dem MARCA Laureus Sport for Good Honour. Aktuell wird ein Dokumentarfilm mit dem Titel „La Buena Ola“ (Die Gute Welle) gedreht, der die transformative Kraft des Surfens für Kinder und Jugendliche mit Autismus, cerebralen Lähmungen und anderen Beeinträchtigungen beleuchtet. Der Film wird zweifellos einen wichtigen Beitrag leisten, das Bewusstsein für diese innovative Therapieform zu schärfen. Kind Surf ist zudem Teil eines internationalen Netzwerks therapeutischer Surfinitiativen und nimmt an globalen Konferenzen teil, wo sie sich mit Vertretern der WSL und Forschern renommierter Universitäten austauschen.

Doch was viele nicht wissen: Die Stiftung arbeitet eng mit Universitäten wie der Universität Edinburgh und der University of New South Wales zusammen, um die wissenschaftliche Grundlage des therapeutischen Surfens weiterzuentwickeln. Diese Kooperationen gewährleisten, dass die Methoden von Kind Surf auf dem neuesten Stand der Forschung basieren. Die Zahl der lächelnden Gesichter, die durch das Surfen zurückgewonnen wurden, ist der beste Beweis für den Erfolg dieser einzigartigen Initiative.

Ein athletisches herz für soziale belange

Ein athletisches herz für soziale belange

Quique Llopis’ Engagement zeigt, dass Sportler mehr sind als nur Leistungsträger auf der Tartanbahn. Er beweist, dass es möglich ist, seine Bekanntheit und seinen Einfluss für einen guten Zweck einzusetzen und somit einen nachhaltigen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Seine Teilnahme an Kind Surf ist ein inspirierendes Beispiel für soziales Engagement und unterstreicht die verbindende Kraft des Sports.