Schweinsteiger kritisiert klopp: nagelsmann-spruch war unangebracht!
Die Debatte um Bundestrainer Julian Nagelsmann bekommt eine neue Wendung: Bastian Schweinsteiger, ARD-Experte und Fußball-Weltmeister von 2014, hat sich scharf zu den Äußerungen von Jürgen Klopp geäußert. Der ehemalige Liverpool-Trainer hatte in einem vermeintlich unbedachten Moment angedeutet, Nagelsmann sei „noch“ für die Aufstellung der Nationalmannschaft verantwortlich – ein Kommentar, der nun erhebliche Wellen schlägt.

Ein fehltritt im übertragenen sinne
Schweinsteiger ließ wenig Zweifel an seiner Meinung: „Jürgen Klopp hat es nicht nötig, so einen Spruch zu machen.“ Die Brisanz der Situation liegt darin, dass Klopp selbst immer wieder als möglicher Nachfolger von Nagelsmann gehandelt wird. Dieser Umstand verstärkt die Kritik an Klopps Verhalten erheblich, wie Schweinsteiger im Gespräch mit TV-Partnerin Esther Sedlaczek betonte. „Ganz Deutschland würde sich freuen, wenn er mal Bundestrainer wird“, so Schweinsteiger, „aber den amtierenden Bundestrainer in der Situation so anzuschießen, das ist einfach nicht gut.“
Die Reaktion von Nagelsmann selbst, die Schweinsteiger als eher kühl beschrieb – „Die Reaktion von Julian Nagelsmann war jetzt auch nicht groß mit Umarmung, die fanden das bestimmt auch nicht toll“ – deutet auf eine angespannte Atmosphäre hinter den Kulissen hin. Tatsächlich hatte auch Deutschlands Sportdirektor Rudi Völler sich bereits kritisch zu Wort gemeldet, was die Ernsthaftigkeit der Lage unterstreicht.
Klopp hatte sich zwar umgehend bei Nagelsmann entschuldigt und seine Äußerungen als „dämlich“ abgetan, doch der Schaden scheint bereits angerichtet. Die professionelle Distanz, die Nagelsmann bewahrte, spricht Bände. Die Frage, ob dieser Vorfall langfristige Auswirkungen auf die Trainer-Beziehungen im deutschen Fußball haben wird, bleibt vorerst offen.
