Liverpool muss zu city, wirtz zurück im rennen: fa-cup zündelt die großklasse
Der FA-Cup schüttelt den Etiketten-Kasten durch: Liverpool zu Manchester City, Arsenal zu Southampton – und Florian Wirtz reist mit, als wäre er nie weggewesen. Die Auslosung am Montagabend warf die letzten Acht in ein Schicksalsspiel, das am 4. und 5. April die Meisterschaftsträume von mindestens zwei Titelanwärtern zerreißen wird.
City gegen liverpool: das finale vor dem finale
Pep Guardiola und Arne Slot werden sich die Kaffeetassen verkehrt stellen. Die beiden Taktik-Nerds treffen erstmals in einem K.-o.-Duell aufeinander, seit Slot den Kopf-Coach-Sessel in Anfield übernahm. Die Bilanz sprielt für City: drei Heimsiege in Serie gegen die Reds, 11:2 Tore. Doch Liverpool liefert in diesem Frühjahr Tore am Fließband – 17 in den letzten fünf Pflichtspielen. Wirtz, erst 69 Minuten gegen Wolverhampton aufgeboten, dürfte wieder auf der Bank beginnen, könnte aber zum Joker avancieren, sollte das Mittelfeld-Regie-Gen Klopp-Style wieder anlaufen.
Die Vorstellung, Wirtz in einem faustdicken Stadion-Duell durchzuschleusen, ist kein frommer Wunsch. Der 22-Jährige absolvierte nach seiner Rücken-Zwangspause bereits 21 Minuten Premier-League-Luft schnuppern. Die Frage ist nicht, ob er spielt, sondern wie lange seine Knochen mitmachen.

Der underdog mit premier-league-ambitionen
Während die Spitze sich gegenseitig zerbeißt, schlängelt sich Port Vale als Drittliga-Schlusslicht durch den Kakao. Die Kiebitze aus Burslem schalteten Sunderland aus, jetzt warten Chelsea und die 42.700 Pferde am Stamford Bridge. Kein Spieler von Vale verdient mehr als 6.000 Euro pro Woche – Chelsea-Leihgabe Lesley Ugochukwu bringt allein 3,2 Millionen Jahresgehalt mit. Die Tabelle lügt nicht, aber Pokal-Tore zählen doppelt.
Arsenal muss beim abstiegsbedrohten Southampton antreten. Die Saints kassierten in dieser Saison schon 66 Gegentore – mehr als jeder andere Premier-League-Klub. Mikel Arteta wird rotieren, doch selbst seine B-Elf schoss zuletzt gegen Sheffield United sieben Treffer. Die einzige Unbekannte: Wird Gabriel Martinelli rechtzeitig fit? Seine Adduktoren entscheiden mit.
Schon jetzt ist klar: Kein Viertelfinale wird torlos bleiben. Der FA-Cup verlangt von den Stars, dass sie sich in 90 Minuten ein Denkmal schießen – oder im Bus nach Hause sitzen und zusehen, wie ein Drittligist das Wembley-Tor öffnet. Am 5. April, 20 Uhr deutscher Zeit, steht fest, wer von der Insel noch träumen darf.
