Littler jagt taylor: darts-youngster stellt rekorde in den blick
Die Darts-Szene hält den Atem: Luke Littler, gerade erst 19 Jahre alt, hat die Welt im Sturm erobert und spricht nun offen über seine Ambitionen. Doch der Superstar-Status außerhalb des Spielfelds? Das ist nicht sein Ding. Der Weltmeister hat ganz andere Ziele vor Augen – und die sind gewaltig.
Der preis des ruhms: littler sehnt sich nach dem spielfeld
Der Jubel nach dem zweiten Weltmeistertitel im Januar mag noch in den Ohren der Fans widerhallen, doch für Luke Littler ist der Preis des Ruhms nicht immer einfach. „Ehrlich gesagt, wäre ich lieber einfach nur ein Dartsspieler als eine Art Promi“, gestand der junge Engländer im Gespräch mit Sport Bild. Medientermine und Sponsorenverpflichtungen empfindet er als lästig – er will spielen, und zwar so gut wie möglich.
Seine Ziele sind klar definiert: Littler hat sich die Rekorde des Darts-Gottes Phil Taylor ins Visier genommen. Dabei geht es nicht nur um den WM-Titel, den Taylor 16 Mal in den Himmel hob – eine schier unüberwindbare Hürde, wie Littler zugibt. Vielmehr blickt er auf die längste Zeit an der Spitze der Weltrangliste. Die Zahl spricht für sich: 3323 Tage, fast neun Jahre, die Taylor dort verbrachte. Ein Wert, der seinesgleichen sucht.
Michael van Gerwen hielt sich mit 2559 Tagen (sieben Jahre und zwei Tage) ebenfalls eine beachtliche Zeit an der Spitze, doch Littler ist überzeugt: Er hat noch lange Zeit vor sich. „Ich will noch lange spielen, weitere Turniere gewinnen und mir solche Ziele setzen“, so der junge Darts-Star. Es ist eine Kampfansage an die gesamte Konkurrenz – und ein Versprechen an die Fans: Die Jagd nach den Rekorden hat begonnen. Das Talent ist da, die Entschlossenheit ebenso. Ob Littler tatsächlich die unangefochtene Nummer Eins wird und Taylors Legendenstatus einholt, wird die Darts-Welt mit Spannung verfolgen.

Ein junger tiger auf dem sprung
Die Geschwindigkeit, mit der Littler sich in der Darts-Welt etabliert hat, ist beeindruckend. Von einem aufstrebenden Talent zu einem Weltmeister in so kurzer Zeit – das ist beispiellos. Aber er scheint sich davon nicht blenden zu lassen. Sein Fokus liegt auf dem Spielfeld, auf dem perfekten Wurf und der nächsten Medaille. Die Welt außerhalb des Darts kann warten.
