Littler am tiefpunkt: buhrufe und karriere-schmach in brighton!
Ein Schock für die Darts-Welt: Luke Littler, der Shootingstar des Jahres, erlebte am zehnten Spieltag der Premier League eine bittere Niederlage und sein schlechtestes TV-Average seiner Karriere. Die Bilder aus dem Brighton Centre werden den jungen Engländer noch lange begleiten – und auch die Fans nicht vergessen.

Die pfiffe hallen nach dem desaströsen auftritt
Die Atmosphäre im Brighton Centre glich einer Hölle für Littler. Schon beim Einlauf wurden er von einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert empfangen – eine Erfahrung, die er bisher vor allem aus Deutschland kannte. Der jüngst entflammte Streit mit Gian van Veen auf Social Media scheint das Publikum nachhaltig zu verärgert zu haben. Es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der junge Star nicht mehr unkritisch beäugt wird.
Doch es war nicht nur die feindselige Stimmung, die Littler zu Fehlern zwang. Sein Auftritt war schlichtweg unterirdisch. Nur 83,94 Punkte erzielte er im Schnitt – ein Wert, mit dem viele Darts-Profis durchaus leben könnten, für einen Spieler seines Kalibers aber eine Katastrophe. Es war das schlechteste TV-Average seiner Karriere, übertroffen lediglich von einem Players-Championship-Turnier im April 2025.
Littler wirkte völlig abwesend. Er griff zu neuen Pfeilen, versuchte sich mit demonstrativem Gehörgang-Ansatz an das Publikum zu wenden, aber nichts half. Sein Average sank zeitweise auf erschreckende 75 Punkte ab. Stephen Bunting nutzte die Situation geschickt und sicherte sich einen klaren 4:6-Sieg. Dabei wäre für Bunting sogar noch mehr drin gewesen, so angesichts Littlers Leistung.
Die Fans, die ihn noch vor kurzem frenetisch bejubelten, wandten sich ab. Der Hype scheint verflogen zu sein, zumindest vorübergehend. Littler muss sich fragen, wie er mit dieser Situation umgehen will. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob er den Rückschlag verkraftet und wieder zu alter Stärke findet, oder ob der Druck und die Kritik ihn endgültig brechen.
Die Niederlage gegen Bunting ist mehr als nur ein verlorenes Spiel. Sie ist ein Warnsignal für Littler und ein Umdenken könnte notwendig sein. Er hat sich mit Fans angelegt, die Erwartungen sind enorm – und jetzt muss er liefern. Andernfalls droht der schnelle Fall des Wunderkinds.
