Ulm trotz niederlage zufrieden – rote karte wirft schatten
Ulm trotz niederlage zufrieden – rote karte wirft schatten
Das Auswärtsspiel in Mannheim endete nicht mit dem erhofften Befreiungsschlag für den SSV Ulm 1846, dennoch zeigte sich die Mannschaft nach der 1:2-Niederlage zufrieden. Ein Wermutstropfen war jedoch die Rote Karte für Niklas Hoffmann, die Gesprächsstoff lieferte. Ein Zweikampf zwischen Streli Mamba und Niklas Hoffmann führte zu der strittigen Entscheidung des Schiedrichters.
Dotchev sieht kämpferische leistung
„Wir hätten einen Punkt verdient“, resümierte Ulms Trainer Pavel Dotchev nach dem Spiel gegenüber MagentaSport. Er bedauerte die beiden Gegentore, die auf individuellen Stellungsfehlern basierten. Gleichzeitig lobte er den kämpferischen Einsatz seiner Mannschaft: „Die Jungs haben bis zum Schluss gekämpft. Es war ein Abnutzungskampf.“ Dotchev bemängelte das fehlende Quäntchen Glück und betonte, dass Ulm mehr Ballbesitz und Torchancen hatte. Die Niederlage sei zwar ärgerlich, aber nicht entscheidend.

Mamba: unentschieden wäre gerecht gewesen
Auch Stürmer Streli Mamba sah das Spiel ähnlich. Er meinte, dass in der zweiten Hälfte auf ein Tor gespielt wurde und ein Unentschieden gerecht gewesen wäre. Dennoch zollte er den Gastgebern Respekt: „Auch ein Lob an die Waldhof-Mannschaft, die in der ersten Hälfte ein gutes Spiel gezeigt hat.“

Mannheim glückte die rettungstat
Die Mannheimer hatten in der Schlussphase Glück, wie die Rettungstat von Oluwaseun Ogbemudia auf der Linie (90.+3) und der Alutreffer von Dennis Dressel (90.+6) bewiesen. Coach Luc Holtz kritisierte, dass seine Mannschaft nach der Führung zu passiv geworden sei und zu viele lange Bälle gespielt habe. Auch Felix Lohkemper gab zu, dass man in der zweiten Hälfte zu tief gestanden und am Ende Glück gehabt habe.

Die rote karte: beleidigung als auslöser?
Die Rote Karte für Niklas Hoffmann in der 86. Minute war umstritten. Nach ersten Angaben deutete alles auf eine Beleidigung des Gegenspielers Streli Mamba hin. Mamba bestätigte dies im Nachhinein: „Die Wörter, die er gesagt hat, würde ich jetzt nicht wiederholen, aber es war dumm von ihm.“ Der Schiedsrichter habe die Äußerung gehört und entsprechend reagiert. Hoffmann selbst äußerte sich nicht, während Holtz überrascht war und die Situation klären wollte.

„Hauen und stechen“ im abstiegskampf
Trotz der knappen Niederlage betonte Holtz, dass der Sieg im Vordergrund stehe, insbesondere im Hinblick auf den Abstiegskampf. Man wolle nichts mit dem Abstieg zu tun haben und müsse weiter konzentriert bleiben. Lohkemper ergänzte, dass man auf dem Boden bleiben und von Spiel zu Spiel schauen müsse. Ulms Verteidiger Marcel Seegert bestätigte, dass es in den unteren Tabellenregionen eng zugeht: „Es ist ein Hauen und Stechen – und wir setzen alles daran, die Liga zu halten.“

Aktuelle lage in der 3. liga
- SSV Ulm 1846 liegt weiterhin im Mittelfeld der Tabelle.
- Die Rote Karte für Niklas Hoffmann könnte Konsequenzen haben.
- Der Abstiegskampf in der 3. Liga ist eng und spannend.
