Lipowitz überrascht: pogacar verpasst die frühe führung in der romandie!
Die Tour de Romandie hat mit einem Paukenschlag begonnen – und zwar nicht für Tadej Pogacar. Florian Lipowitz, der Ulmer Radprofi, zeigte im Prolog eine beeindruckende Leistung und landete auf dem zehnten Platz, während der slowenische Superstar und Titelverteidiger der Tour de France knapp die Gesamtführung verpasste.
Ein starkes signal von lipowitz
Lipowitz’ Ergebnis ist besonders bemerkenswert, da er erstmals seit den Frühjahrsklassikern wieder in einem Rundstreckenrennen an den Start ging. Er verlor auf den französischen Sieger Dorian Godon lediglich zehn Sekunden und blieb bei nur drei Sekunden Rückstand auf Pogacar, der bei seinem ersten Rennen seit Lüttich-Bastogne-Lüttich Rang fünf belegte. Die Form scheint also zu stimmen, wie Lipowitz selbst vor dem Rennen betonte: „Der zweite Platz im Baskenland hat mir viel Selbstvertrauen gegeben. Ich glaube, die Form ist da.“
Im Red Bull-Bora-hansgrohe Team musste er sich seinen Kollegen Primoz Roglic (Platz acht) und Finn Fisher-Black (Platz neun) geschlagen geben, was zeigt, dass das Team insgesamt in Topform ist. Aber Lipowitz’ Leistung ist ein deutliches Zeichen, dass er zu den Favoriten in der Rundfahrt gehört und durchaus um eine gute Platzierung im Gesamtklassement kämpfen kann. Die Tatsache, dass er bereits bei der Katalonien-Rundfahrt Platz drei und bei der Baskenland-Rundfahrt Platz zwei belegte, untermauert diesen Eindruck.

Die nächste herausforderung: ovronnaz
Die erste Etappe am Mittwoch wird zeigen, ob Lipowitz’ Form hält. Nach einer anfänglich flachen Strecke geht es steil nach oben: Der Anstieg nach Ovronnaz der Kategorie 1 stellt die Fahrer vor eine harte Aufgabe. 8,9 Kilometer mit einer Durchschnittssteigung von 9,7 Prozent werden ein Drauf- und dran sein. Der Kurort in 1358 Metern Höhe wird den Unterschied zwischen den Top-Fahrern ausmachen. Pogacar, der klare Favorit auf den Gesamtsieg, wird hier zeigen müssen, ob er sich bereits in Form befindet. Die Romandie-Rundfahrt ist für Lipowitz eine wichtige Standortbestimmung, um seine Ambitionen für die kommende Saison zu untermauern.
Die Konkurrenz ist zwar groß, aber Lipowitz hat bewiesen, dass er mit den besten der Welt mithalten kann. Seine konstanten Leistungen in den letzten Wochen sprechen eine deutliche Sprache und lassen auf eine spannende Woche in der Schweiz hoffen.
