Lipowitz packt auf: tour-comeback nach mentaler krise!

Die Tour de France 2025 hinterließ bei Florian Lipowitz tiefe Narben – nicht nur körperlich, sondern auch mental. Der deutsche Radprofi sprach nun offen über die schwierige Zeit nach seinem überraschenden Podestplatz und blickt nun mit neuer Zuversicht auf die kommende Saison.

Die schatten des ruhms: lipowitz

Die schatten des ruhms: lipowitz' weg aus der erschöpfung

Wenige Wochen nach dem Karrierehighlight, als er als Dritter in Paris über die Ziellinie kam, brach für Lipowitz eine Phase der Erschöpfung und des mentalen Ausbruchs herein. „Grundsätzlich fiel es mir schwer, mich zu erholen“, gestand er im Gespräch mit Eurosport. Der plötzliche Rummel und die immense Belastung hatten ihren Tribut gefordert. Sein Körper reagierte mit Krankheit auf intensives Training, ein deutliches Zeichen, dass er am Limit war. Ein vorzeitiges Saisonende wurde notwendig, um die nötige Regeneration einzuleiten.

Die achtwöchige Pause erwies sich als Wendepunkt. „Mental habe ich mich gut erholt“, so Lipowitz. Der Wiedereinstieg ins Training mag nicht immer angenehm gewesen sein, doch das starke Frühjahr mit Top-Ergebnissen bei verschiedenen Rundfahrten hat ihm das Selbstvertrauen für die Tour zurückgegeben.

Doch Lipowitz ist realistisch: „Ich denke, dass ich viel im letzten Jahr gelernt habe“, sagte er, während er die Herausforderungen der Tour de France einschätzte. Der Druck ist anders, die Erwartungen höher. Als Doppelspitze mit Remco Evenepoel kann er sich den Druck teilen und davon profitieren. „Während der Tour werde ich sehen, wie groß der Trubel sein wird, wie ich mit dem Drumherum umgehen werde.“

Sportlich betrachtet sieht Lipowitz seine Chancen nüchtern ein. Ein direkter Dreikampf mit Pogacar und Vingegaard ist unwahrscheinlich. „Das Rennen ist offen um Platz drei“, so der deutsche Fahrer. Und er warnt: „Vingegaard ist noch einmal zwei Schritte vor allen anderen, aber es gibt auch andere Kandidaten für das Podium.“ Besonders Paul Seixas traut er viel zu.

Die Tour de France 2026 wird für Lipowitz eine neue Erfahrung sein, eine Bewährungsprobe für seine mentale Stärke und seine Fähigkeit, mit dem immensen Druck umzugehen. Er hat gelernt, er ist stärker zurückgekehrt – und er ist bereit, sich der Herausforderung zu stellen. Seine Worte sind ein Versprechen: „Ich habe viel gelernt, und ich bin bereit.“