Linzer donauparkstadion: rechnungshof deckt gravierende baufehler auf!

Ein Schock für den oberösterreichischen Fußball: Der Rechnungshof hat den Neubau des Donauparkstadions in Linz unter die Lupe genommen und ein erschreckendes Bild gezeichnet. Die Ergebnisse sind brisant und werfen ernsthafte Fragen nach der Bauabwicklung und der Aufsichtspflicht auf.

Kostenexplosion und fragwürdige entscheidungen

Kostenexplosion und fragwürdige entscheidungen

Die ursprüngliche Investitionssumme der Stadt Linz für das Stadion wurde mit 39,8 Millionen Euro veranschlagt (Basis 2023). Doch die Realität sieht düsterer aus: Insgesamt schlugen die Bauarbeiten inklusive Grundstückserwerb und Infrastrukturmaßnahmen satte 59,9 Millionen Euro zu Buche – eine Übersteigung von fast 11 Prozent. Die Donauparkstadiongesellschaft, eigens für das Projekt gegründet, scheint die Aufgabe als Bauherr nicht ausreichend wahrgenommen zu haben.

Ein besonders schwerwiegender Punkt: Der Gemeinderat wurde offenbar nicht vollständig über die Kostenentwicklung informiert. Leistungen wurden aus dem ursprünglich genehmigten Budget herausgestrichen und als teure Zusatzaufträge an den Totalunternehmer vergeben. Der Rechnungshof kritisiert, dass das Kostenziel von 28 Millionen Euro bereits bei der Auftragsvergabe überschritten wurde. Die Umstellung von Festpreisen auf veränderliche Preise aufgrund gestiegener Baupreise verschärfte das Problem zusätzlich.

Die Folgen sind beträchtlich: Der Rechnungshof fordert von der Stadtverwaltung die Rückforderung von schätzungsweise 1 Million Euro aufgrund einer Überzahlung. Die Summe setzt sich aus einer fehlerhaften Preisanpassung für Baustahl zusammen, die doppelt abgerechnet wurde – hier belaufen sich die Forderungen auf 498.000 Euro und 483.000 Euro.

Aber es geht um mehr als nur finanzielle Verluste. Der Rechnungshof bemängelt die Missachtung grundlegender Rechnungsprüfungsregeln und empfiehlt dringend Schulungen für die beteiligten Mitarbeiter. Es sollen klare Checklisten und Mindestinhalte für die Prüfung festgelegt werden, um solche Fehler in Zukunft zu vermeiden.

Die Affäre wirft ein schlechtes Licht auf die gesamte Bauprojektabwicklung und zeigt, wie wichtig eine transparente und verantwortungsvolle Führung ist. Die Verantwortlichen in Linz müssen jetzt handeln, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen und sicherzustellen, dass Steuergelder nicht wieder auf diese Weise verschwendet werden.