Lichtsteiner unter druck: basel muss gegen young boys liefern!
Stephan Lichtsteiner steht vor einer echten Zerreißprobe. Der FC Basel empfängt am heutigen Samstagabend den BSC Young Boys, und die Ausgangslage könnte kaum schwieriger sein. Die Bilanz gegen die Top-6-Teams dieser Saison ist erschreckend, lediglich 13 Punkte aus 13 Partien – und unter Lichtsteiners Regie nur ein einziger Punkt.

Die details entscheiden über sieg oder niederlage
Der Druck ist enorm, doch der Coach zeigt sich unbeirrt. „Solche Spitzenspiele gewinnt man durch Kleinigkeiten. Es geht darum, 90 Minuten lang konzentriert zu bleiben“, erklärte Lichtsteiner gegenüber dem Blick. Seine Worte unterstreichen die Bedeutung jedes einzelnen Zweikampfs, jeden Pass, jeden Moment der Unaufmerksamkeit.
Die jüngste Länderspielpause nutzte der ehemalige Nationalspieler intensiv, um mit seiner Mannschaft an der taktischen Flexibilität und der Fitness zu arbeiten. „Es ging darum, das Team weiterzuentwickeln und die Frische zurückzugewinnen, damit wir in den letzten sieben Spielen voll angreifen können. Ich sehe Fortschritte“, so Lichtsteiner. Doch die Theorie muss nun auf dem Platz funktionieren.
Ein Experiment in der Krise: Das freundschaftliche Spiel gegen den Challenge-League-Leader FC Vaduz offenbarte Schwächen. Eine Umstellung auf eine Dreierkette endete in einer deutlichen 2:5-Niederlage. Lichtsteiner betonte jedoch, dass es lediglich darum ging, Alternativen zu testen. „Das ist ein System, das mir Optionen gibt. Vielleicht werden wir das in Zukunft mal ausprobieren, je nachdem, welche Spieler mir zur Verfügung stehen. Die Gegentore lagen an individuellen Fehlern, nicht am System.“
Die Herausforderung in Basel ist immens. Der FCB muss in der Championship Group punkten, um überhaupt noch Chancen auf einen Europapokalplatz zu haben. Die kommenden Partien gegen andere Top-Teams werden zeigen, ob Lichtsteiner den Turnaround schaffen kann. Die jungen Spieler Jean Doucoure (17) und Evann Senaya (19) haben in der Testpartie gegen Vaduz durchaus Potenzial gezeigt, wobei Senaya, der französische Aussenbahnspieler, möglicherweise schon bald in der Super League zum Einsatz kommen könnte.
Lichtsteiner reflektierte auch seine persönliche Situation und gab zu, sich Zeit für eine Analyse zu nehmen. Ob er die Aufgabe beim FCB noch einmal übernehmen würde? „Ich habe diese Chance bekommen und will sie nutzen. Ob ich Dinge im Nachhinein anders hätte angehen sollen, werde ich mir zu einem späteren Zeitpunkt überlegen, wenn ich etwas mehr Zeit habe.“
Die Wahrheit ist: Lichtsteiner muss liefern. Sonst droht ihm ein früher Abschied von Basel. Das Spiel gegen die Berner ist mehr als nur ein weiteres Spiel – es ist ein Test, der über seine Zukunft entscheiden könnte.
