Lewandowski zieht polen ins play-off-finale – schweden wartet mit gyökeres-show
Robert Lewandowski schlägt wieder zu, Polen lebt. Der 37-jährige Barça-Killer glich in Tirana erst aus, Piotr Zielinski schoss die Gäste 13 Minuten später ins Finale der letzten WM-Tickets. Am Dienstag geht es nach Stockholm, wo Viktor Gyökeres den Schwedischen Fußball-Gott spielte: drei Tore gegen die Ukraine, 3:1, dazwischen nur Ponomarenkos Trosttreffer.
Polen ringt albanien nieder, doch die defensive wackelt
0:1 zur Pause, weil Elseid Hysaj eine halbe Stunde lang alles abräumte. Sousa stellte um, Lewandowski nahm die Angelegenheit selbst in die Hand – Drehschuss aus 14 Metern, 63. Minute, Ausgleich. Zielinski schloss den Konter ab, doch die Freude hält sich in Grenzen: Zweimal mushte Keeper Szczesny hinter sich greifen, ehe die Abwehr reagierte. Im Friends Arena wird das nicht reichen.
Schweden dagegen wirken erholt. Gyökeres traf per Foulelfmeter, per Lupfer, per Abschluss wie aus dem Lehrbuch. Die Ukraine lief bis zur 90. Minute an, ohne Idee. Trainer Jens Gustafsson lässt seine Mannschaft im 4-2-2-2 rotieren, die Flügel bleiben offen – Lewandowski wird sich freuen.

Italia und dänemark marschieren, türkei muss nach pristina
Während die großen Namen noch zittern, buchen andere schon das Ticket. Italien schlug Nordirland 2:0, Dänemark ließ Nordmazedonien keine Chance und trifft nun auf Tschechien oder Irland. Die Türkei, immer noch ohne Calhanoglu in Topform, gewann 1:0 gegen Rumänien, muss aber nach Kosovo reisen – dort gewann die Heimmannschaft 4:3 in der Slowakei und ist auf Augenhöhe.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Seit 2018 hat Polen nur eines von fünf Play-off-Finals gewonnen. Lewandowski selbst schoss in diesen Duellen drei Tore, kassierte aber vier. Die Bilanz gegen Schweden? Drei Pleiten, ein Remis, ein Tor. Gyökeres hat in den letzten fünf Länderspielen sechs Mal getroffen – mehr als die gesamte polnische Sturmreihe zusammen.
Am Dienstagabend um 20.45 Uhr wird das Karussell wieder angeworfen. 90 Minuten trennen Polen vom ersten WM-Ticket seit 1986 ohne Gruppenphase. Lewandowski wird 38, bevor die nächste Chance kommt. Die Uhr tickt. Und Schweden weiß, wie man solche Spiele gewinnt.
