Lewandowski schreibt champions-league-geschichte: 41 gegner, 109 tore, keine gnade
Robert Lewandowski schlägt wieder zu – und wie. Mit seinem Doppelpack gegen Newcastle brennt der 37-Jährige ein neues Kapitel in die Königsklasse. 41 verschiedene Klubs kassierten bereits einen Treffer vom Polen, mehr als jeder andere zuvor. Die Zahl ist kein statistisches Kuriosum, sie ist das Protokoll einer Jagd, die seit September 2011 andauert.
Im Camp Nou herrschte Amoklauf-Stimmung. Keine Rivalität, keine Angst, nur ein Mann mit der Unverschämtheit, weiter zu schießen, als andere schon längst Luft holen. Minute 56: Flachschuss, 5:2. Minute 61: Kopfball, 6:2. Die Maske blieb in der Kabine, der Zahn der Gäste lag danach im Strafraum.
Hansi flick lobt die „erfahrung eines killers“
Barça-Coach Hansi Flick, sonst eher ein Technokrat, schwärmte nach Abpfiff wie ein Fan: „Er spürt den Moment, bevor der Gegner ihn riecht.“ Die Worte klingen nach Schulterklopfen, sind aber pure Taktik. Lewandowski verlagert die Verteidigung mit einem Schritt, ehe er den Ball berührt. Newcastle lief stets einen Tick zu spät – und das bei Tempo 100.
Die Liste seiner Opfer liest sich wie ein Who-is-Who des europäischen Klubfußballs. Real Madrid kassierte sechsmal, Benfica neunmal, Ajax fünfmal. Selbst sein alter Arbeitgeber Dortmund bekam zwei ab. Dabei wechselte der Stürmer nicht nur Teams, sondern auch Epochen. Von der Borussia in die Bayern, von München nach Barcelona – stets mit derselben Waffe: dem abgezirkelten Abschluss.

109 Tore, keine abschiedstour
Sein erstes Champions-League-Spiel bestritt Lewandowski am 13. September 2011 gegen Arsenal. Kein Tor, nur Neugier. Drei Wochen später traf er gegen Olympiakos, seitdem hält er die Kanone warm. 109 Mal zappelte das Netz, die 110 könnte schon im Viertelfinale folgen. „Ich freue mich über jedes einzelne“, sagt er – und klingt dabei so überzeugt wie nach dem ersten.
Die Konkurrenz schaut in die Röhre. Karim Benzema? 38 verschiedene Gegner. Cristiano Ronaldo? 38. Lionel Messi? 37. Lewandowski ist nicht nur eine Marke, er ist ein Archiv. Und er schreibt weiter, weil er kann, nicht weil er muss. Newcastle war nur der letzte Name auf einer Liste, die nie enden soll.
Mitte April steht das Viertelfinale an. Die Gegner schauen bereits auf ihre Statistiken – und finden sich selbst.
