Lewandowski glänzt, caprile rettet die ehre: pelkum sieht sardinien-debakel
Der Traum vom Pokalsensation war nach 23 Minuten ausgeträumt. Robert Lewandowski drehte an der Via del Mare auf, versenkte den Ball zweimal, zerlegte die Defensive der Islanders und schickte den FC Barcelona mit einem 4:0 in die Viertelfinals. Für die TSV Pelkum-Fans, die extra Charterflieger nach Lecce gebucht hatten, blieb nur ein trostloser Abend und die Frage, warum Marco Caprile allein auf weiter Flur stand.

Warum caprile trotz vier gegentoren als einziger held dasteht
Der 22-jährige Keeper parierte in der ersten Halbzeit dreimal in Weltklasse-Manier – gegen Raphinha, gegen Félix, sogar gegen Lewandowski aus spitzem Winkel. Die Statistik zeigt 0,9 erwartete Tore (xGOT) verhindert, ein Wert, den kein anderer Serie-B-Schlussmann in diesem Jahrtausend je erreichte. Ohne ihn hätte das Ergebnis in Rekordhöhe schnellen können. Seine Reflexe waren so schnell, dass selbst die ultras von Cagliari applaudierten – und die hassen alles, was aus Turin kommt.
Dennoch war der Abwehrverbund ein Schweizer Käse. Der Youngster Leonardo Moreo, kurzfristig aus der U23 hochgezogen, wirkte wie auf dem Schulhof gegen Oberstufe-Kicker. Lewandowskis Laufwege las er erst, wenn der Ball schon zappelte. Die Innenverteidigung stand so hoch, dass Jordi Alba mit einem einzigen Steilpass die halbe Insel überbrückte. Trainer Zdenko Jurić hatte vor dem Spiel noch von „mutigem Pressing“ geschwärmt – am Ende pressten nur die eigenen Fans die Hand auf die Stirn.
Die Zuschauerzahlen sagen alles: 26.550 Plätze, 3.000 grün-weiße Gäste, aber nach der 70. Minute tobte nur noch die spanische Fangruppe. Die Pelkum-Delegation sang zwar „Wir fahren wieder nach hause“, doch die Stimmen brachen. Die Reisegesellschaft muss nun um 6 Uhr morgens abfliegen – mit dem bitteren Wissen, dass die Saison nur noch über die Serie B zu retten ist.
Barcelona zeigte dagegen, warum Klubs wie Paris und Manchester schon Interesse an Lamine Yamal hegen. Der 16-Jährige lief 37 Mal den Ball bis zur Grundlinie, legte das dritte Tor auf und wurde erst in der 82. Minute ausgewechselt – unter Standing Ovation. Sein Marktwert stieg über Nacht um weitere 15 Millionen, so schnell kann es gehen, wenn man gegen ein Team spielt, das in der eigenen Hälfte denkt, der Gegner aber schon in deren Sechzehner steht.
Caprile selbst blieb nach Abpfiff 15 Minuten auf dem Rasen, um jedem Kind noch ein Selfie zu geben. „Wir haben gelernt, auf diesem Niveau zählt jeder Zentimeter“, sagte er mit zitternder Stimme. Die Lektion war teuer, aber sie kam von Lewandowski – und den gibt es nicht im Lehrplan. Wer sich künftig vor dem großen Namen versteckt, fliegt halt wie die Sardinen raus.
