Lazio vs milan: sarri setzt auf maldini, allegri verzichtet auf rabiot

20.45 Uhr, Stadio Olimpico, Rom – da steht nicht nur der Platzwunder-Junge Daniel Maldini im Fokus, sondern auch die Frage, ob Milan ohne den gesperrten Rabiot die Kurve kriegt.

Sarris lazio wirft die jugend in die schlacht

Maurizio Sarri vertraut dem 24-jährigen Maldini als falsche Neun – ein Schachzug, der vor allem psychologisch wirkt: Sohn des Club-Legenden Paolo, Ex-Milan-Profi, jetzt Erbgegner. Davor rotiert das Tempo-Dreieck Isaksen–Zaccagni, dahinter Patric als einziger Sechser mit italienischem Pass. Motta zwischen den Pfosten, weil Provedel derzeit jeden zweiten Schritt zu spät macht.

Die Viererkette liest sich wie ein Europa-League-Geheimtipp: Marusic rechts, Tavares links – beide Flügel haben jeweils 90 Minuten Sprintgarantie. Provstgaard und Gila bilden das dänisch-spanische Zentrum, das gegen Leaos Dribbel-Turbine erste Brandprobe bestehen muss.

Allegri antwortet mit dreierkette und modric-cockpit

Allegri antwortet mit dreierkette und modric-cockpit

Massimiliano Allegri umstellt auf 3-5-2, weil er ohne Rabiot die Achse nicht verlängern kann. Modric bekommt das Spielmacher-Patent, neben ihm Fofana und der 19-jährige Jashari – ein Mittelfeld, das zwischen Ball-Rondell und Gegenstoß schaltet. De Winter rückt neben Tomori und Pavlovic in die Dreier-Abwehr, Saelemaekers und Estupinan sollen die Außen ziehen wie Uhrwerke.

Pulicic und Leao starten im Sturmduo, beide mit Freigang nach innen. Die Devise: Erstes Tempo, dann Doppelpass-Chaos. Wer die erste Quarterhour beherrscht, bestimmt auch den Kopf vor 70.000 Römern.

90 Minuten, die über Champions-League-Plätze und Trainerzukunft entscheiden. Lazio braucht den Sieg, um nicht im Tableau zu versinken; Milan will vor der Länderspielpause den Anschluss an die Spitze. Maldini gegen seine Herzens-Farben – das ist mehr als ein Fußballspiel, das ist ein Familien-Drama mit Hauptrollen in Schwarz-Blau und Rot-Schwarz.