Leverkusen zittert sich gegen jena zurück in die spur

Ein Tor reichte. Ein einziges. Und selbst das war zu wenig, um die Zitterphase zu verhindern. Bayer Leverkusen hat das Spiel gegen das Schlusslicht Carl Zeiss Jena 1:0 gewonnen, aber die Erleichterung wirkte nach dem Schlusspfiff wie ein kalter Regenschauer: nass, unangenehm und unverdient.

Piljic rettet die leverkusenerinnen vor dem eigenen publikum

Piljic rettet die leverkusenerinnen vor dem eigenen publikum

Katharina Piljic traf in der 19. Minute mit einem Schlenzer aus 16 Metern. Schön anzusehen, ja. Aber auch das war’s. Denn danach verpassten die Gastgeberinnen eine nach dem anderen die Chance, die Partie frühzeitig zu entscheiden. Julia Mickenhagen schoss in der 72. Minute aus fünf Metern über das Tor. In der 80. Minute scheiterte sie an Jena-Torhüterin Jasmin Janning. Und so blieb es beim 1:0, das bis zum Schluss hätte kippen können.

Die Zahlen sind eindeutig: 21 Spiele, 10 Punkte – Jena ist abgeschrieben. Aber wer nur das Ergebnis sieht, versteht nicht, warum die Leverkusenerinnen am Ende mit roten Köpfen und zittrigen Knien vom Platz gingen. Denn Jena war nicht nur da, um die Rollen zu erfüllen. In der 88. Minute zischte Nelly Juckel den Ball knapp über den Querbalken. In der Nachspielzeit klatschte ein Jena-Schuss ans Außennetz. Der Jubel war bei den Gästen trotzdem verhalten – sie wissen, dass auch ein Punkt sie nicht retten würde.

Leverkusen dagegen springt auf Platz fünf. Ein Sieg, der nichts beschönigt. Trainerin Achim Feifel sagte nach dem Spiel: „Wir haben drei Punkte geholt, aber keine Antworten.“ Die Frage nach der Chancenverwertung bleibt offen. Die Antwort auf die Frage, ob das reicht, um die Saison noch zu retten, auch.