Leverkusen: handballerin kreiselman verlässt die elfen für ausbildung
Ein weiterer Abschied in der Handballabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen: Leah Kreiselman, lange Zeit eine feste Größe im Team, wird zur kommenden Saison den Verein verlassen. Der Fokus liegt nun klar auf ihrer beruflichen Laufbahn als Physiotherapeutin – ein Schritt, der für die jungen Sportlerinnen in der 2. Handball-Bundesliga Frauen oft eine schwierige Entscheidung ist.

Kreiselman verlässt die elfen für köln
Die 23-Jährige, die seit 2022 das Leverkusener Trikot trug, hat sich entschieden, sich stärker auf ihre Ausbildung in Köln zu konzentrieren. Ihre Entwicklung innerhalb des Vereins war bemerkenswert: Von der A-Jugendbundesliga, wo sie als Führungsspielerin glänzte, bis hin zum Sprung in den Kader der 2. Bundesliga – Kreiselman hat nahezu alle Nachwuchslevel durchlaufen. Die Doppelbelastung mit Leistungssport und Ausbildung war jedoch offenbar zu groß.
»Leah hat immer hart gearbeitet und ist sowohl charakterlich als auch sportlich eine absolute Bereicherung für jede Mannschaft«, betont Annika Ingenpaß, ihre Positionskollegin und Sportliche Leiterin, die ebenfalls im Sommer den Verein verlässt. »Das Pensum mit der Ausbildung in Köln ist natürlich enorm, deswegen kann ich die Entscheidung von Leah verstehen, auch wenn ich diese sehr schade für Leverkusen finde.« Die Abgänge häufen sich beim TSV Leverkusen, was die sportliche Zukunft des Teams zusätzlich belastet.
Die Zahl der Abgänge in der Handballabteilung des TSV Bayer Leverkusen ist alarmierend: Mit Kreiselman ist es bereits die achte Spielerin, die den Verein im Sommer verlässt. Ein deutliches Zeichen für die Herausforderungen, vor denen der Verein steht, insbesondere im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Leistungssport und Ausbildung. Die Suche nach neuen Talenten und erfahrenen Spielerinnen wird für die Verantwortlichen zur dringenden Aufgabe.
Die Entscheidung von Leah Kreiselman ist ein Spiegelbild der Realität vieler junger Sportlerinnen und Sportler, die zwischen ihren beruflichen Zielen und dem Wunsch nach sportlichem Erfolg abwägen müssen. Ihr Weg ist ein Beweis dafür, dass der Leistungssport nicht immer der einzige Weg zum Glück ist, sondern dass auch eine erfolgreiche berufliche Karriere ihren eigenen Reiz haben kann.
