Hoeneß schockiert: wm-tickets zu teuer – bayern-legende bleibt zuhause!

München. Uli Hoeneß, der Ehrepräsident des FC Bayern München, hat im DAZN-Interview eine regelrechte Empörungswelle ausgelöst. Die Preise für die anstehenden Fußball-Weltmeisterschaften in den USA, Mexiko und Kanada nannte er schlichtweg „die Krätze“. Konsequenz: Der 74-Jährige verzichtet auf eine Reise zum Großereignis.

Ein freund, ein haus, aber kein gutes gefühl

Ein freund, ein haus, aber kein gutes gefühl

Hoeneß hatte eigentlich eine Einladung von einem Freund, der ihm ein Haus zur Verfügung gestellt hätte, angenommen. „Da habe ich mir gedacht, da flieg ich mal hin“, so der ehemalige Bayern-Boss. Doch die exorbitanten Ticketpreise ließen ihn umdenken. „Ich bin ja für Kommerz, aber nicht für so eine Ausuferung“, betonte er deutlich. Eine Endspielkarte für zweieinhalbtausend Dollar? „Das geht doch nicht mehr!“, empörte sich Hoeneß. Er räumte ein, dass wohl einige Fans aus China sich solch einen Luxus erlauben könnten, „aber ein ganz normaler, vernünftig denkender deutscher Fan fährt dafür in der Regel nicht hin.“

Die Kritik des Bayern-Präsidenten reiht sich ein in die wachsende Unzufriedenheit vieler Fußballfans. Seit Tagen und Wochen mehren sich die Beschwerden über die Preisgestaltung für die WM, die vom 11. Juni bis zum 19. Juli stattfindet. Die FIFA bietet zwar eine Plattform für den Weiterverkauf erworbener Karten an, allerdings ohne jegliche Regulierung. Der Verkäufer bestimmt den Preis – und treibt so die Summen in ungeahnte Höhen. Die Folge: Tickets für ein Spiel kosten oft das Dreifache oder Vierfache des ursprünglichen Preises.

Besonders brisant ist, dass die FIFA keinerlei Kontrolle über diese Transaktionen ausübt. Das Resultat sind Preise, die für den durchschnittlichen Fan unerschwinglich sind. Während die Verantwortlichen in Zürich von einem „historischen“ WM-Turnier sprechen, spüren viele Fans die negativen Auswirkungen der zunehmenden Kommerzialisierung. Es bleibt zu hoffen, dass die FIFA angesichts der massiven Kritik ihre Strategie überdenkt und zumindest für die zukünftigen Turniere eine faire Preispolitik etabliert. Denn Fußball soll Freude machen – und nicht nur einer kleinen, wohlhabenden Elite zugänglich sein.