Leverkusen fiebert: augsburg-duell entscheidend für champions-league-träume

Bayer Leverkusen steht vor einer Zerreißprobe. Nach dem überraschenden Sieg in Dortmund ist der VfB Stuttgart plötzlich in Schlagdistanz zur Champions League – und das Duell gegen Augsburg am Samstag wird zur Mini-Final.

Kasper hjulmand: die rechnung von dezember muss bezahlt werden

Trainer Kasper Hjulmand hat eine Rechnung offen. Vor einem Jahr, am 6. Dezember 2024, erlebte der Däne in Augsburg eine bittere Niederlage. 0:2 hieß es damals gegen Manuel Baums Mannschaft, ein Spiel, das Leverkusen in vielen Aspekten enttäuschte. Offensiv fand man keine Lösungen, und defensiv wurde man von den clever konternden Fuggerstädtern eiskalt bestraft. Es war ein Auftritt, der alles andere als das eines Top-4-Teams zeigte.

Doch die Zeiten ändern sich. Trotz einer schwachen Phase im März, in der lediglich ein Sieg aus vier Ligaspielen gelang, klammern sich die Leverkusener an ihre Träume von der Königsklasse. Der Sieg in Dortmund, wo man als erst zweite Mannschaft nach den Bayern in dieser Saison die Null des Tabellenzweiten halten konnte, war ein deutliches Zeichen der Stabilität und des Willens.

“Wir jagen natürlich diese Möglichkeit”, betonte Hjulmand, angesprochen auf die Bedeutung des Spiels gegen Augsburg. Ein Sieg würde Bayer nicht nur näher an den VfB Stuttgart heranrücken, dessen Niederlage in München Bayern zum Meister krönen würde, sondern auch das eigene Selbstvertrauen stärken. Der direkte Vergleich mit dem VfB steht erst am 33. Spieltag an, und davor empfängt Leipzig noch die Werkself in der BayArena. Die Aufgabe Augsburg ist also von höchster Priorität.

Besonders vor dem blitzschnellen Umschaltspiel des FCA warnt Hjulmand. “Wir haben gegen Augsburg letztes Mal verloren, das haben wir nicht vergessen”, so der Coach, der sich der Herausforderung bewusst ist. Die Mannschaft muss sich anpassen und entschlossen agieren, um die Punkte zu sichern.

Personelle optionen: culbreath als hoffnungsträger

Personelle optionen: culbreath als hoffnungsträger

Personell kann Hjulmand voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen. Jarell Quansah kehrt zurück, während die Entscheidung über den Platz in der Innenverteidigung zwischen Kapitän Robert Andrich und Loic Badé noch aussteht. “Man kann nicht genug gute Spieler haben”, freut sich Hjulmand über die Konkurrenz im Kader, die nach einigen Ausfällen in der Saison für “Unruhe” gesorgt hatte.

Ein besonderes Lob erhielt Youngster Montrell Culbreath, der als gelernter Offensivspieler auf der rechten Verteidigerposition überzeugt. “Er hat große Schritte gemacht”, so Hjulmand, “Das ist gut für Leverkusen und unsere Strategie.” Auch Artem Stepanov, dessen Leihe bis 2027 verlängert wurde, wird weiterhin eine wichtige Rolle spielen, nachdem er in Utrecht in der Eredivisie bereits seine Torinstinkte bewiesen hat.

Die kommenden Tage werden für Leverkusen entscheidend. Nach Augsburg folgt das Halbfinale im DFB-Pokal gegen Bayern und anschließend das Derby gegen Köln. Doch zuerst gilt es, die Hürde Augsburg zu meistern – ein Spiel, das mehr als nur drei Punkte bedeutet.

Die Bilanz spricht für sich: Bayer Leverkusen muss sich wappnen, denn die Fuggerstädter sind bekannt für ihre Widerstandsfähigkeit und ihre Fähigkeit, auch vermeintlich stärkeren Gegnern das Leben schwer zu machen.