Levante ud: castro bautiza una nueva era de ambición
Valencia – Die Luft in Orriols ist spürbar dichter, erfüllt von einer Mischung aus Hoffnung und unbändigem Willen. Luis Castro, der Mann an der Seitenlinie des Levante UD, hat in den letzten Wochen ein Feuer entfacht, das die Fans wieder mit Stolz erfüllt. Der Kampf um den Klassenerhalt in der Primera División ist noch lange nicht entschieden, doch die jüngsten Ergebnisse lassen optimistisch auf die Zukunft blicken.
Die strategie des ballbesitzes und die meritokratische philosophie
Castro, der bewusst Angebote von lukrativeren Klubs ablehnte, um sich dem Projekt Levante anzuschließen, verfolgt eine klare Strategie: Ballbesitz, aggressives Pressing und eine meritokratische Philosophie. „Ich mag es, das Spiel zu kontrollieren, zu attackieren und das Spielfeld zu diktieren“, erklärt der Trainer. „Es ist normal, dass jeder Trainer seine eigene Identität sucht, und das ist etwas, woran wir hier intensiv arbeiten.“ Die jüngsten acht Punkte aus zwölf Spielen sind ein Beweis für die wachsende Überzeugung des Teams.
Auch die kurze Länderspielpause hat Castro nicht aus dem Konzept gebracht. „Ich hätte die Arbeit gerne fortgesetzt, aber das liegt außerhalb meiner Kontrolle“, so Castro pragmatisch. „Wir haben diese Umstände genutzt, um intensiv zu trainieren und uns vorzubereiten.“
Ein Blick auf die Spieler: Die Verpflichtung von jungen Talenten wie Kareem Tundé, Carlos Espí und Paco Cortés ist ein Zeichen für Castros Glauben an die Jugend. „Sie haben Qualität und arbeiten hart für das Team“, lobt er. Besonders Espí, der im Spiel gegen den Deportivo Alavés mit einem entscheidenden Treffer brillierte, wird für seine Leistungen hervorgehoben. Castro sieht in ihm das Potenzial, auch in europäischen Top-Clubs zu spielen. „Er hat die Fähigkeit, ein wichtiger Bestandteil einer Mannschaft zu sein, die um die ChampionsLeague kämpft.“
Die Verletzungen von Carlos Álvarez und Pablo Martínez haben das Team vor Herausforderungen gestellt, doch Castro sieht darin auch eine Chance für andere Spieler. „Das Kollektiv ist stärker als die Summe seiner Einzelteile“, betont er. „Wenn alle konzentriert sind und hart arbeiten, können wir jede Hürde überwinden.“
Es ist nicht nur Castros taktisches Geschick, das den Levante UD transformiert hat. Seine Philosophie der Meritokratie, bei der Leistung über Namen und Gehälter entscheidet, hat einen neuen Geist in den Verein gebracht. „Jeder Spieler muss sich seinen Platz im Team verdienen“, fordert Castro. „Es gibt keine unumstrittenen Stammspieler. Wer nicht auf dem erforderlichen Niveau spielt, wird ersetzt – egal wie viel er verdient.“

Die zukunft des levante ud: mehr als nur ein klassenerhalt
Mit Blick auf die anstehende Partie gegen die Real Sociedad bekräftigt Castro seine Entschlossenheit. „Wir müssen mit derselben Intensität und Leidenschaft spielen wie in den letzten Spielen“, mahnt er. „Die Fans können sich darauf verlassen, dass wir alles geben werden.“
Castros Vision geht jedoch über den reinen Klassenerhalt hinaus. Er träumt von einem Levante UD, der in der Lage ist, junge Talente zu fördern und langfristig in der Primera División zu bestehen. „Ich bin kein Trainer, der nur auf den Erfolg in der Gegenwart konzentriert ist“, erklärt er. „Ich möchte einen Beitrag zur Zukunft des Vereins leisten, sowohl sportlich als auch in Bezug auf die Jugendarbeit.“ Sein Wunsch ist es, den Levante in eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft zu führen – und das ohne den Druck eines Champions-League-Teams.
Als ehemaliger Lehrer und leidenschaftlicher Fußballer hat Castro stets eine tiefe Verbindung zu diesem Sport gehabt. Angefangen hat er mit Kindern im Alter von fünf und sechs Jahren in seinem Heimatdorf und arbeitete sich von dort aus hoch. Der Traum vom Profi-Fußball erfüllte sich mit einem Angebot aus Saudi-Arabien, doch sein Herz schlug für das Training. José Mourinho, der ihm als junger Trainer als Vorbild diente, inspirierte ihn mit seinem taktischen Scharfsinn und seiner Siegermentalität. Auch Pep Guardiola, Jürgen Klopp und Paulo Fonseca haben ihn nachhaltig geprägt.
„Ich bin hier angekommen, weil ich das Potenzial des Levante UD erkannt habe“, fasst Castro zusammen. „Es ist ein Projekt, das mich begeistert und motiviert. Ich bin glücklich hier zu sein und freue mich auf die Herausforderungen, die vor uns liegen. Und für Etta Eyong bin ich überzeugt, dass er noch viel zu geben hat.“
