Levante trennt sich in sturm: espís tor-show verbannt eyong auf die bank
Sechs Tore in fünf Spielen – und plötzlich sitzt der Held der ersten Saisonhälfte nur noch in der kalen Bankreihe. Carlos Espí hat den Levante-Angreifer-Wettbewerb mit 194 cm Körpergröße und 20 Jahren brutal entschieden.
Espís punkte-jagd: zwölf zähler in fünf wochen
Die Zahlen sind gnadenlos. Seit Mitte Oktober hat der Spanier sechs Mal getroffen, jedes Mal direkt Einfluss auf das Endergebnis. Alavés (2:1), Girona (2:2), Rayo (1:1), Sevilla (3:2) und zuletzt Oviedo (4:2) – Espís Treffer brachten sechs Punkte, mehr als manche komplette Offensivreihen in diesem Zeitraum holen.
Etta Eyong dagegen, im Sommer noch als neuer Drogba gefeiert, kam in denselben fünf Partien auf exakt null Spielminuten. Die fünf Tore des Kameruners aus den ersten sieben Spieltagen wirken plötzlich wie ein ferner Traum. Vier Punkte damals – Espí überholt ihn innerhalb eines Monats.

Sturm-talente im clinch: wer lacht, fliegt raus
Die Bilder vom Sonntag sind eindeutig. Als Trainer Luís Castro in der 78. Minute wechselt, springt die komplette Levante-Reserve hoch, klatscht ab. Nur Eyong bleibt sitzen, starrt stur auf den Rasen, selbst als die Kamera direkt auf ihn zoomt. Kein Applaus, keine Geste, kein Mitläufertum – das ist keine Rotation mehr, das ist ein Machtwechsel.
Im Training soll Espí laut Betreuer „wie entfesselt“ wirken. Der 20-Jährige trainiert zusätzliche Sprungkraft mit Gewichtwesten, verlangt nach Extraschichten beim Abschluss. Eyong hingegen habe zuletzt die Hälfte der Sprintwerte vom August erreicht, berichtet ein Club-Insider.
Die Konsequenz: Espí bekommt gegen Cádiz den sechsten Startplatz in Folge. Eyong? Wahrscheinlich wieder nur Zuschauer. Der Levante-Angriff ist kein Rotationsmodell mehr – er ist ein Thron, und gerade wechselt der Monarch.
