Levante: castro warnt vor selbstüberschätzung trotz erfolgslauf

Valencia – Der Blick nach oben ist verlockend, doch Trainer Luís Castro des Levante UD mahnt zur Vorsicht. Nach zwei späten Siegen ist die Stimmung im Team gut, doch der Portugiese warnt eindrücklich vor übertriebenem Optimismus im Abstiegskampf der spanischen Liga. Es gilt, die Konzentration zu wahren und sich nicht von vorzeitiger Euphorie blenden zu lassen.

Personelle veränderungen im blick auf espanyol

Castro bestätigte, dass Brugué für das anstehende Spiel gegen Espanyol in die Mannschaft zurückkehren könnte, ein Einsatz von Beginn an ist jedoch unwahrscheinlich. „Er ist besser als letzte Woche, aber er ist noch nicht so weit, um das komplette Spiel zu spielen“, erklärte der Coach. Die Ausfälle von Iván Romero und Kareem Tunde stellen die Mannschaft laut Castro vor keine größeren Probleme, da genügend Alternativen für diese Positionen vorhanden sind. Victór und Paco haben kürzlich bereits in der Startelf gestanden, Tay und Morales brachten sich ebenfalls ins Spiel.

Espanyol: täuschende ergebnisse

Espanyol: täuschende ergebnisse

„Die Spieler sind sehr konzentriert, und es ist ein sehr wichtiges Spiel“, betonte Castro. Der Fokus liege klar auf den drei Punkten. Er relativierte die aktuelle Form von Espanyol: „Die Dynamik spiegelt nicht die Realität wider. Manchmal stimmen die Ergebnisse nicht mit der Leistung überein. Ich bin 100% sicher, dass sie besser spielen, als die Tabelle vermuten lässt.“ Die Katalanen hätten im letzten Spiel reelle Chancen auf ein Torverhältnis gehabt und kämpften in jedem Spiel. „Sie spielen gut und haben Qualität“, so Castro.

Konzentration statt nebensächlichkeiten

Konzentration statt nebensächlichkeiten

Der Druck ist enorm, doch Castro versucht, seine Mannschaft auf das Wesentliche zu konzentrieren. „Seit ich hier bin, wird viel über den fehlenden Heimsieg und die fehlenden Treffer der Stürmer diskutiert. Aber wir spielen gegen elf Gegner, die ebenfalls gewinnen wollen. Ob wir den Abstieg vermeiden oder nicht, ist zweitrangig. Wir müssen auf den Sieg fokussiert sein.“

Die formel für den erfolg: teamleistung

Keine magische Formel, so Castro, existiert, um den Erfolg zu garantieren. „Wenn es sie gäbe, würden alle Trainer der Welt sie kaufen.“ Entscheidend sei die verbesserte Teamleistung, die zu mehr Torgefahr führt. „Wenn das Team gut spielt, kommen die Tore.“ Er betonte, dass es nicht die Aufgabe der einzelnen Stürmer sei, die Tore zu erzielen, sondern das Ergebnis einer funktionierenden Mannschaft.

Carlos álvarez: ein wichtiger faktor

Auch wenn Castro keine Namen hervorheben wolle, betonte er die Bedeutung von Carlos Álvarez. „Er ist sehr wichtig für uns. Gegen Getafe war er an dem Tor von Espí beteiligt.“ Ob Álvarez in der Startelf stehen wird, ließ Castro offen: „Das entscheidet, was wir für das Spiel brauchen.“

Arriaga: vielseitiger spieler

Kervin Arriaga habe in mehreren Spielen eine hervorragende Leistung gezeigt und sei in der Lage, sowohl als defensiver Mittelfeldspieler als auch als Flügelspieler zu agieren. „Er hat viel Qualität und verdient es, in der Startelf zu stehen, wie auch andere 15 Spieler.“

Der glaube zählt

„Ich schaue nicht auf die Menschen, die nicht glauben. Die Fans glauben, die Spieler glauben, der Staff glaubt – und ich glaube auch. In der Heimat spürt man die Kraft der Fans, die daran glauben, dass es möglich ist. Wir müssen diese Kraft nutzen und weitermachen.“

Dela: ein mentaler anker

Dela sei ein mental sehr starker Spieler und ein echter Leader. „Mit ihm müssen wir nicht viel über diese Dinge sprechen. Er gibt alles für das Team.“ Und mit einem Augenzwinkern fügte Castro hinzu: „Nur bei Elfmetern schlägt er fehl – aber das bin ich, denn ich schieße keine.“

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für Levante. Der Fokus liegt auf der nächsten Aufgabe, dem Spiel gegen Espanyol. Nur durch konstante Leistungen und mentale Stärke kann das Team seine Ziele erreichen. Die Zeit drängt, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.