Leon nowottny kehrt heim: thw-torwart wechselt zum hsv hamburg

Der 2-Meter-Mann zwischen den Pfosten kommt zurück in die Stadt, in der seine Handball-Story begann. Leon Nowottny, aktuell noch Rekordmeister THW Kiel zugehörig, spielt ab Sommer für den HSV Hamburg – und das ist mehr als ein Transfer, das ist ein Heimkommen.

Der junge aus hamburg wird zum hamburg-torwart

Geboren in Hamburg, dort auch das erste Mal den Ball geworfen – nun kehrt der 20-Jährige zurück. „Es war immer ein Traum von mir, irgendwann wieder in meiner Heimatstadt zu spielen“, sagt Nowottny. Als der HSV anklopfte, habe sich alles „direkt richtig angefühlt“. Die Entscheidung sei „relativ schnell klar“ gewesen. Kein langes Hin und Her, kein Berater-Poker, sondern purer Instinkt.

Der HSV sichert sich damit einen der begehrtesten deutschen Torwart-Talente. Nowottny absolviert derzeit ein Zweitspielrecht beim TV Großwallstadt, sammelt Minuten in der 2. Bundesliga, reift fernab des THW-Kaders. Genau diese Reife wollten Johannes Bitter & Co. sehen. „Wir haben uns relativ schnell für einen jungen, unglaublich hungrigen und sehr talentierten deutschen Torwart entschieden“, sagt der Sportdirektor. Die Konkurrenz war groß, doch Nowottny schlug sich durch.

Robin haug bleibt nummer eins – zunächst

Robin haug bleibt nummer eins – zunächst

Klar ist auch die Hierarchie: Robin Haug führt die HSV-Defensive an, Nowottny startet als Back-up. „Aber Leon wird seine Chancen bekommen“, verspricht Bitter. Das Duo soll Variabilität bringen. Haug ist Rechtsläufer, Nowottny Linkshand – unterschiedliche Stärken, die sich ergänzen. „Wir haben unterschiedliche Stärken, und genau das macht ein gutes Torhüter-Duo aus“, sagt Nowottny. Kein Neid, kein Machtkampf, sondern gegenseitiger Support.

Der Ägypter Mohamed El-Tayar zieht es indes nach Stuttgart; Nowottny füllt diese Lücke. Ein Wechsel, der dem HSV jugendliche Frische und langfristige Planung beschert. „Seine Ausstrahlung, sein Wille und sein Mut haben uns extrem beeindruckt“, schwärmt Bitter. Der Weltmeister von 2007 erkennt sich selbst wieder – einen Torwart, der angreift, statt sich zu verstecken.

Für Nowottny heißt es jetzt: Vollgas in Großwallstadt, dann Umzug in die Heimat. Hamburg bekommt ein neues Gesicht zwischen den Pfosten – und Nowottny die Bühne, auf der er seine Geschichte weiterschreibt. Die Hansestadt jubelt, der HSV strotzt vor Selbstvertrauen. Die nächste Saison kann kommen.