Lena schwender schlägt zurück: bodyshaming gegen mainz-frau explodiert im netz
Ein Bikini-Foto, ein haarsträubender Kommentar – und die Frau von Daniel Batz platzt der Kragen. Lena Schwender, 38 000 Follower stark, feuert in ihrer Instagram-Story einen Satz ab, der bis in die Bundesliga-Kabine hallt: „Wer hat diesen Leuten ins Gehirn geschissen?“
Die 29-Jährige arbeitet tagsüber bei einer Frankfurter Bank, steht abends als Model vor der Kamera und fährt am Wochenende nach Mainz, um ihren Keeper anzufeuern. Doch zwischen Strand-Schnappschüssen und Stadion-Rufen lauert ein Reflex, den sie satt hat: Bodyshaming. Unter ein Urlaubsbild schreibt ein User lapidar: „Hast schon ordentlich zugelegt.“ Schwender kontert sofort – und laut.
„Einfach neeein“ – warum schwenders wut berechtigt ist
Die Influencerin legt nach: Schwangerschafts-Spekulationen? Quatsch. Blähbauch? Normal. Sie zieht die Schlinge zu und erklärt, dass gerade Frauen täglich mit unrealistischen Körperbildern und perfiden Kommentaren konfrontiert würden. „Können wir bitte aufhören damit?“, schreibt sie – und meint damit nicht nur sich, sondern ein ganzes Milliarden-Ökosystem aus Diätkulturen und Social-Media-Erwartungen.
Die Resonanz ist gigantisch. Innerhalb von Stunden flattern Screenshots durch Fan-Fora, Fußball-WhatsApp-Gruppen und Frauen-Blogs. Selbst sonst verschwiegene Bundesliga-Ehefrauen melden sich per Direktnachricht: „Endlich sagt’s jemand.“ Schwender selbst wirkt sichtlich überrascht, postet mit einem Augenzwinkern: „Upsala. Normalerweise drücke ich mich nicht so aus, Mama, versprochen.“
Doch hinter dem Spaß steckt ein ernstes Thema. Laut aktuellen Zahlen des Digitalverbands Bitkom erhalten 46 Prozent der 18- bis 29-jährigen Frauen regelmäßig herabwürdigende Kommentare zu Aussehen oder Gewicht. Die Quote steigt, sobald öffentliche Accounts im Spiel sind – ganz gleich, ob Spielerfrau oder Fitness-Influencerin.

Mainz-keeper batz schweigt öffentlich – seine liga spricht
Daniel Batz selbst hält sich bedeckt, doch intern hören Kollegen aus der Kabine den Vorfall durch. Ein Mitspieler, der anonym bleiben will, bestätigt: „Wir finden es krass, wie weit Leute gehen, nur weil jemand aussieht, wie er eben aussieht.“ Der 35-jährige Schlussmann hat in dieser Saison kein Pflichtspiel bestritten, steht aber weiterhin unter Vertrag – und genau diese Leidenschaft, die ihn auf dem Platz auszeichnet, spiegelt sich nun in der Entschlossenheit seiner Partnerin wider.
Schwenders Arbeitgeber, ein großes Finanzinstitut in der Mainzer Landstraße, dementiert interne Rüffel: „Private Social-Media-Aktivitäten liegen außerhalb unserer Regelungen, solange keine Firmenbezüge hergestellt werden.“ Offiziell heißt es nur: „Wir achten auf respektvolle Kommunikation – online wie offline.“
Die Debatte ist längst größer als ein einzelner Kommentar unter einem Urlaubsfoto. Sie erinnert daran, dass Bodyshaming nicht nur eine Formsache ist, sondern ein strukturelles Problem, das selbst Stadion-Randale in den Schatten stellt. Denn während Hooligans mit Hausverboten bestraft werden, trollen Anonyme weiter durch Profile – ohne Konsequenzen.
Schwenders Story verschwindet nach 24 Stunden, ihre Message bleibt. Der Fußball diskutiert über Respekt, Frauenrechtler fordern schärfere Moderations-Tools, und einige Sponsoren prüfen laut internen Protokollen, ob sie Influencer-Kampagnen künftig an klare Netiquette-Klauseln knüpfen. Die Szene hat ihr Fett wegbekommen – und Lena Schwender wird weiter posten, Bikini oder Blähbauch. Die Frage ist nur, wann die Trolle endlich Ruhe geben. Antwort: Erst wenn der Like-Button nicht mehr wichtiger ist als Anstand.