Leipzig: hooligan-krawalle vor conference league finale!
Schwerer Ausgangspunkt für das Conference League Finale in Leipzig: Am Dienstagabend kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Rayo Vallecano und Crystal Palace. Die Polizei musste mit erheblichen Kräften eingreifen, um die Lage zu stabilisieren. Mehr als 320 Fans waren involviert, zwei Beamte wurden leicht verletzt.
Deutliche überzahl an spanischen chaoten
Nach Angaben der LeipzigerPolizei befanden sich gegen 20:00 Uhr etwa 300 als risikobewusst eingestufte Fans von Rayo Vallecano auf dem Weg durch die Innenstadt. An der Terrasse des Restaurants Leo's Brasserie kam es dann zur Eskalation. "Plötzlich kam es zu Konfrontationen mit englischen Fans, die sich in den Terrassenbereichen von Leo's Brasserie und Dhillons aufhielten," so ein Polizeisprecher. Beide Gruppen schleuderten Flaschen, Biergläser und sogar Möbelstücke der Restaurants aufeinander. Auch körperliche Angriffe gehörten dazu. Die Einsatzkräfte mussten umgehend zwischen die verfeindeten Lager treten.
Doch damit nicht genug: Während die Polizei versuchte, die Lage zu beruhigen, wurden die Beamten von beiden Seiten mit Gegenständen beworfen. Eine Gruppe von Crystal Palace-Fans flüchtete anschließend in die Nähe der Bar Pinguin Eisbar und provozierte dort spanische Anhänger. Diese wurden daraufhin von der Bundespolizei eingeschlossen. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Störung der öffentlichen Ordnung ein.

Zahlreiche verletzte und festnahmen
Im Verlauf der Nacht wurden insgesamt über 320 Fans kontrolliert und identifiziert. Zwei Personen wurden festgenommen. Ein Polizeibeamter der Landespolizei und ein Beamter der Bundespolizei erlitten leichte Verletzungen, konnten aber ihren Dienst fortsetzen. Die Situation beruhigte sich erst kurz nach 03:15 Uhr.
Bemerkenswert ist, dass der Rest des Fanfestes auf dem Marktgebiet friedlich verlief, mit rund 2.000 Fans beider Lager. Die Polizei arbeitete eng mit ihren Kollegen aus England und Spanien zusammen, um kleinere Probleme zu lösen. Ein kurioser Vorfall ereignete sich, als sich etwa 300 Personen weigerten, ein Lokal auf dem Marktplatz zu verlassen. Erst die Intervention englischer Polizisten konnte die Situation entschärfen.
Die Ereignisse werfen ein schlechtes Licht auf die Vorbereitung des Finales und zeigen, dass die Sicherheitsmaßnahmen trotz aller Bemühungen nicht vollständig ausreichten. Die Frage ist nun, ob die Stimmung im Red Bull Arena heute Abend von diesen Vorfällen überschattet wird.
