French open eklat: korpatsch verweigert handschlag nach umstrittenem ballabdrück!

Paris – Ein hitziger Moment beim French Open: Die deutsche Tennisspielerin Tamara Korpatsch verweigerte ihrer Gegnerin Xinyu Wang den Handschlag nach einem umstrittenen Vorfall im Entscheidungssatz. Der Grund: Wangs zweifelhafte Überprüfung eines Ballabdrückes und die folgende Diskussion darüber ließen Korpatsch die Contenance verlieren.

Die umstrittene szene im detail

Die umstrittene szene im detail

Im ersten Satz des Matches zwischen Korpatsch und Wang kam es zu einer Situation, in der Wang die Position eines Balls in Frage stellte und zur Überprüfung auf die andere Netzseite eilte. Eine Aktion, die laut Korpatsch gegen die Regeln verstößt. „Da waren zwei Ballabdrücke. Beide im Aus. Sie hat sich die angeschaut und dann irgendetwas in der Mitte gezeigt: ‚Der war doch auf der Linie.‘ Unsinn!“, so Korpatsch im Gespräch mit Eurosport. Der Ärger des Deutschen lag nicht nur in der Überprüfung selbst begründet, sondern vor allem in Wangs Uneinsichtigkeit.

„Ist dir das nicht peinlich?“, fragte Korpatsch Wang, nachdem diese sich erneut über die Szene aufregte. Auch das Team von Wang mischte sich in die Diskussion ein, was Korpatsch zusätzlich verärgerte. „Die haben mit mir geredet: ‚Der war da. Du zeigst den Falschen an.‘ Da brauchten die nicht mit mir reden. Wir haben einen Schiedsrichter. Der ist dazu da, das zu checken.“

Die Situation eskalierte weiter, als Wang sich nach dem gewonnenen Match am Netz erneut über die Ballabdrücke beklagte. Für Korpatsch war die Geduld endgültig erschöpft. „Am Ende hat sie noch gesagt: ‚Das finde ich gar nicht gut im ersten Satz mit den Ballabdrücken.‘ Dann habe ich gefragt: ‚Was findest du nicht gut? Dass ich dir den Ball nicht geschenkt habe? Gut, weißt du was? Ich gebe dir nicht die Hand.‘ Ich finde das total unsportlich von ihr.“

Die Kontroverse wurde durch eine Aussage des Eurosport-Reporters Markus Paszehr noch verstärkt, der verriet, dass die Hawk-Eye-Daten den fraglichen Ball um ganze acht Millimeter im Aus zeigten. Korpatsch konnte sich daraufhin eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen: „Siehste! Ha! Das kann sie sich ja dann anschauen. Dann kann sie sich bei mir entschuldigen.“

Die 31-jährige Korpatsch betonte, dass es vor dem Match keine Anzeichen für eine solche Eskalation gegeben habe. „Eigentlich haben wir uns total gut verstanden. Wir waren keine ‚Feinde‘ oder so etwas.“

Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die zunehmende Intensität und die emotionalen Belastungen im Profi-Tennis. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen dieser Vorfall für das weitere Turnierverlauf haben wird und ob weitere Reaktionen vonseiten der Veranstalter oder anderer Spieler folgen werden. Die Sportwelt wird genau hinschauen, wie sich die Situation entwickelt.