Lecce versinkt im como-schlamassel: di francesco hadert mit fehlern
Mailand – Der Fehlstart ins neue Jahr setzt sich für Lecce fort. Eine bittere 1:3-Niederlage gegen Como, begleitet von deutlicher Kritik von Trainer Eusebio Di Francesco, wirft Fragen nach der Stabilität des Teams auf. Besonders die individuellen Fehler im Defensivbereich sind für den Übungsleiter schwer zu verkraften.

Die drei gegnerischen tore waren vermeidbar
„Es waren spezielle Situationen“, analysierte Di Francesco nach dem Spiel gegenüber DAZN. „Beim ersten Tor sind wir schlecht rausgekommen, sie waren clever, wir naiv. Schade um das zweite Tor, Coulibaly ist ausgerutscht und wir haben die Rückwärtsbewegung nicht konsequent durchgeführt. In solchen Momenten darf man nicht stehen bleiben.“ Besonders verärgert zeigte sich der Trainer über den dritten Gegentreffer: „Das war eine große Unachtsamkeit unsererseits, ich war sehr wütend auf meine Jungs. Fünf gegen drei in unserem Strafraum ist absurd.“
Obwohl er die Verantwortung bei sich sieht, bemängelte Di Francesco die fehlende Konzentration und Disziplin seiner Mannschaft. „Wir haben das Spiel gut begonnen, aber dann haben wir unnötige Fehler gemacht. Como ist eine starke Mannschaft, aber wir haben ihnen die Tore zu leicht gemacht.“
Die Defizite im Umschaltspiel und die mangelnde Durchschlagskraft im Mittelfeld wurden ebenfalls deutlich. „Wir waren zu wenig präsent im Zentrum des Spielfelds“, so Di Francesco. „Wir müssen unsere Einstellung verbessern und mit mehr Kampfgeist agieren.“
Der Trainer kritisierte auch die taktische Ausrichtung und die Entscheidungen bei der Aufstellung. „Wir haben uns nach den letzten Spielen von Como vorbereitet. Mit Rodriguez auf dem Platz war es klar, dass sie mit einem 4-2-3-1 spielen würden. Wir hatten Schwierigkeiten mit den Läufen von Siebert auf der rechten Seite.“
Die Entscheidung, Cheddira statt Gandelman in der Startelf zu platzieren, verteidigte Di Francesco. „Cheddira war der ausgewählte Stürmer, Gandelman sollte als einrückender Mittelfeldspieler agieren.“ Er betonte jedoch erneut, dass die Verantwortung für die Niederlage bei ihm liege.
„Je näher man Como an den Strafraum bringt, desto mehr Möglichkeiten gibt man ihnen, zu treffen“, analysierte Di Francesco weiter. „Wir haben die Läufe und Anstiege falsch interpretiert. Beim ersten Tor hätten wir Mann gegen Mann auf Douvikas spielen müssen. Como betreibt nicht nur Ballbesitz, sondern kann auch schnell in die Tiefe spielen.“
Die kommenden Aufgaben sind für Lecce alles andere als einfach. Das nächste Spiel gegen Cremonese wird als richtungsweisend angesehen. „Wir müssen uns auf dieses Spiel konzentrieren und eine klare Einstellung zeigen. Wir dürfen keine Unaufmerksamkeiten zulassen, besonders gegen eine Mannschaft mit der Qualität von Como“, forderte Di Francesco. Mit Blick auf das Spiel gegen Cremonese bleibt nur eine Frage: Kann Lecce die Fehler analysieren und die nötige Reaktion zeigen, um den Absturz zu verhindern? Die Antwort wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
