Tomba: "mit 60 jahren fühle ich mich jünger als sinner!"
- Die erinnerung an zanardi: ein bewegender abschied
- Von der piste ins campagnolife
- Die neue generation: sinner, antonelli und die hoffnung auf neue stars
- Ein vergleich der giganten: tomba gegen sinner
- Die schattenseiten des ruhms: von der schüchternheit zum medienstar
- Keine sozialen medien: ein bewusster entschluss
- Die zukunft des italienischen skisports: gibt es hoffnung?
- Ein blick zurück: die weltmeisterschaften in sierra nevada
- Wenn tomba nicht der skifahrer gewesen wäre.
Alberto Tomba, die Legende des italienischen Skisports, feiert im Dezember seinen 60. Geburtstag – und scheint sich davon nicht im Geringsten beeindrucken zu lassen. In einem exklusiven Gespräch offenbarte der charismatische Südtiroler, dass er sich fitter fühlt als je zuvor und sich über die Leistungen des jungen Jannik Sinner amüsiert, der ihn in einer ungewöhnlichen Rolle sieht: als "Skifahrer vom Land, Sinner der Bergsteiger-Tennisspieler".
Die erinnerung an zanardi: ein bewegender abschied
Tomba, der als Testimonial für Caffè Borbone auftrat, sprach offen über die Trauer um seinen Freund Alex Zanardi. "Ich besuchte ihn vor seinem Unfall und wir verband eine tiefe Freundschaft. Sein Verlust hat mich sehr berührt. Besonders die Worte des Pfarrers bei der Trauerfeier, die von Zanardis Begegnung mit jungen Strafgefangenen berichteten, haben mich tief bewegt. Seine Philosophie, immer fünf Sekunden länger durchzuhalten, ist eine Inspiration für uns alle."

Von der piste ins campagnolife
Der ehemalige Olympiasieger hat sich dem Landleben verschrieben. "Ich lebe seit meiner Kindheit auf dem Land und liebe Tiere. Ich habe ein Bauernhaus in den Hügeln gekauft und kümmere mich um den Betrieb. Danach gehe ich acht Kilometer zu Fuß nach Hause – das hält mich fit!"

Die neue generation: sinner, antonelli und die hoffnung auf neue stars
Tomba verfolgt gespannt die Entwicklung der jungen Sportler Italiens. Jannik Sinner, der vom Skifahren zum Tennis wechselte, bezeichnet er als "meine Lebensversion im Spiegelbild". Auch Kimi Antonelli, ein Bolognese wie er selbst, beeindruckt ihn. "Er hat das Zeug zu mehr und wird sicherlich bald bei Ferrari landen."

Ein vergleich der giganten: tomba gegen sinner
Bei der Frage, wer in einem Skiwettbewerb die Oberhand hätte, reagiert Tomba amüsiert: "Das wäre unfair! Ich müsste ihm einen Vorsprung geben. und er mich beim Tennis.“ Die Diskrepanz ist offensichtlich: Tomba, der Inbegriff der explosiven Kraft auf der Piste, und Sinner, der präzise und elegante Tennisspieler.

Die schattenseiten des ruhms: von der schüchternheit zum medienstar
Tomba blickt zurück auf seine Karriere und spricht über die Herausforderungen des Ruhms. "Mit 18 war ich schüchtern. Als Skifahrer sind wir geborene Montanari, introvertiert und an das kalte Wetter gewöhnt. Mit 21 Jahren gewann ich die Olympischen Spiele und wurde zu einer öffentlichen Person, die Kritik und Mediendruck ausgesetzt war.“

Keine sozialen medien: ein bewusster entschluss
Ein weiterer Aspekt, der Tomba von der heutigen Sportwelt unterscheidet, ist seine Abneigung gegen soziale Medien. "Ich hasse sie! Sie ruinieren alles.“
Die zukunft des italienischen skisports: gibt es hoffnung?
Tomba äußert sich kritisch über die aktuelle Situation im italienischen Skisport. "Ich sehe niemanden, der zu den Top 5 der Welt gehört. Ich hoffe, ihn bald zu finden.“ Er sieht Potenzial in Anna Trocker und Giada D’Antonio bei den Damen, bei den Herren gefällt ihm Saccardi, der aus der Emilia-Romagna stammt.
Ein blick zurück: die weltmeisterschaften in sierra nevada
Die Weltmeisterschaften in Sierra Nevada im Jahr 1996 bleiben für Tomba unvergessen. "Es waren perfekte Weltmeisterschaften, die präzisesten der Geschichte. In Spanien, nicht in den Alpen! Im Riesenslalom hatte ich die Startnummer 1 und konnte den Erwartungen gerecht werden. Dieser Sieg gab mir Kraft für den Slalom.“
Wenn tomba nicht der skifahrer gewesen wäre.
"Ich wäre Tennisspieler geworden! Aber im Ernst, vielleicht ein Immobilienunternehmer. Reisen um die Welt haben mir gezeigt, dass ich ein Gespür für Architektur, Design und Einrichtung habe. Ich würde in der Natur bleiben, wie mein Vater es mir als Zehnjähriger ermöglichte. Das Leben auf dem Land hat mir einen entscheidenden Vorteil verschafft.“
Und was ist mit den Gerüchten über eine mögliche Hochzeit? Tomba grinst: "Man sagt, dass man durch eine Heirat 'seinen Kopf in Ordnung bringt', aber 90 Prozent der Paare lassen sich scheiden. Also, nie sagen, nie!“
