Dhb-frauen zeigen jungen talenten vor em die richtung
Skopje – Ein souveräner Sieg, der gleichzeitig eine Standortbestimmung ermöglicht: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen hat sich in Nordmazedonien mit 35:27 durchgesetzt und damit ihre makellose Bilanz in der EM-Qualifikation perfekt gemacht. Doch neben dem sicheren Ticket für Polen, Rumänien, Tschechien, die Slowakei und die Türkei (3. bis 20. Dezember) geht es vor allem um etwas anderes: die Integration junger Spielerinnen in den Kreis der Vize-Weltmeisterinnen.

Junge spielerinnen dürfen vor der em ran
Bundestrainer Markus Gaugisch nutzte die Partie in Skopje, bei der einige Leistungsträgerinnen fehlten, gezielt, um Nachwuchsspielerinnen zu testen. „Das ist eine wichtige Chance, sie frühzeitig in unsere Abläufe zu integrieren und zu sehen, wo sie uns in Zukunft helfen können“, erklärte Gaugisch nach dem Spiel. Nina Engel glänzte als beste Werferin der DHB-Auswahl mit neun Treffern, während Stammtorhüterin Katharina Filter und Rückraumspielerin Emily Vogel pausierten.
Die deutsche Mannschaft, angeführt von Kapitänin Antje Döll, die viermal traf, zeigte zwar eine dominante Leistung, ließ aber in der zweiten Halbzeit etwas die Konzentration nach. Ein echter Zweifel am Sieg kam jedoch nie auf. Die erfahrenen Spielerinnen stellten sicher, dass das junge Team trotz kleiner Schwächen die Kontrolle behielt.
Aber es gibt einen Detail, den viele übersehen: Die Bilanz des Teams spricht Bände. Fünf Spiele, fünf Erfolge. Eine beeindruckende Leistung, die zeigt, dass die DHB-Frauen auch mit einer jungen B-Auswahl zu überzeugen wissen. Das letzte Qualifikationsspiel gegen Belgien am Sonntag in Hamm (18.00 Uhr/Dyn und ProSieben MAXX) bietet dann noch einmal die Gelegenheit, das Zusammenspiel von erfahrenen und jungen Spielerinnen zu verfeinern.
Die EM in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei wird zweifellos eine spannende Herausforderung für die deutsche Mannschaft. Mit dem Rückenwind des bisherigen Abschneidens und der Integration junger Talente sind die Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung aber definitiv gegeben. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich die Investition in die Nachwuchsförderung auszahlt und ob das Team von Markus Gaugisch bereit ist, in Polen um die europäische Spitze zu kämpfen.
n,n