Olympische medaillen: wo bewahren athleten ihre schätze auf?

Olympische spiele mailand cortina: eine ungewöhnliche frage nach dem gewinn

Die Olympischen Spiele werfen oft unerwartete Fragen auf. Eine davon betrifft das Schicksal der gewonnenen Medaillen: Was geschieht mit diesen glänzenden Symbolen des Erfolgs? Eine Recherche des New York Times unter amerikanischen Athleten ergab überraschende Antworten. Viele verstecken ihre Medaillen in Schubladen, inmitten von Alltagskleidung und unerwünschten Geschenken. Eine Umfrage unter italienischen Sportlern bestätigt diesen Trend, jedoch mit einer interessanten Ergänzung.

Italienische athleten: zwischen bescheidenheit und stolz

Italienische athleten: zwischen bescheidenheit und stolz

Während einige italienische Athleten ihre Medaillen ebenfalls in Schubladen verstecken, bevorzugen viele, sie stolz im Wohnzimmer auszustellen. Ist das ein Zeichen italienischer Selbstliebe? Oder der Gedanke, dass ein hart erkämpfter Sieg auch zur Schau gestellt werden sollte? Maurizio Margaglio, Bronzemedaillengewinner von Salt Lake City 2002, bestätigt: „Meine Medaille liegt ebenfalls in einer Socke-Schublade.“

Kuriositäten: von versteckten schätzen und vergessenen taschen

Kuriositäten: von versteckten schätzen und vergessenen taschen

Die Geschichten sind vielfältig und amüsant. Ashley Caldwell und Justin Schoenefeld, ein Ehepaar mit jeweils einer Goldmedaille im Freestyle, schlafen buchstäblich zwischen ihren Erfolgen – die Medaillen befinden sich in ihren Nachttischen. Doch die Aufbewahrung birgt Risiken. Im Jahr 2003 wurde Kjetil Andrè Aamodt bestohlen, und die Trophäensammlung entwendet. Die Polizei vermutete Täter mit polnischen Kennzeichen.

Schusseligkeit und großzügigkeit: die medaillenreise geht weiter

Schusseligkeit und großzügigkeit: die medaillenreise geht weiter

Deborah Compagnoni erlebte eine heitere Begebenheit: Sie vergaß eine Tasche mit ihren Medaillen in einem Bar. Glücklicherweise bemerkte die Barfrau dies und wies sie darauf hin. Compagnoni entschied sich daraufhin, ihre Medaillen der Ausstellung ‘Oro bianco’ in Valfurva zu spenden. Andere Athleten, wie Mirai Nagasu, spenden ihre Medaillen, um junge Sportler zu inspirieren.

Von tresoren bis hin zu küchenschränken: die ungewöhnlichsten aufbewahrungsorte

Von tresoren bis hin zu küchenschränken: die ungewöhnlichsten aufbewahrungsorte

Die Aufbewahrungsorte sind so unterschiedlich wie die Athleten selbst. Barbara Fusar Poli bewahrt ihre Medaille in einem Tresor auf, während Jessie Diggins sie jahrelang in einem Hut bei ihren Eltern aufbewahrte – mit Gebrauchsspuren durch Kinderhände. Alberto Tomba hat sogar einen ganzen Raum für seine Trophäen reserviert, der einem Banktresor gleicht.

Ein humorvoller zwischenfall: isolde kostner und die versteckten medaillen

Ein humorvoller zwischenfall: isolde kostner und die versteckten medaillen

Eine besonders amüsante Geschichte ereignete sich mit Isolde Kostner in der Fernsehshow „Scherzi a parte“. Ihre Medaillen wurden ihr gestohlen, und ein Kellner tat so, als hätte er sie in einem Ofen versteckt. Kostner war zunächst schockiert, doch seitdem gilt für alle: Medaillen sind überall erlaubt, aber nicht in der Küche!

Tabelle: auswahl der aufbewahrungsorte von olympischen medaillen

AthletSportartAufbewahrungsort
Valerie FlemingBobNachttisch
Maurizio MargaglioShorttrackSocke-Schublade
Deborah CompagnoniSki AlpinAusstellung ‘Oro bianco’
Alberto TombaSki AlpinEigener Trophäenraum