Lazio: gattuso-test für ratkov – dieng im visier!
Rom – Die Biancocelesti stehen vor einem Umbruch. Nach der enttäuschenden Saison unter Sarri muss der neue Coach Rino Gattuso die Offensive neu beleben. Ein Schlüsselspieler in diesem Prozess könnte Petar Ratkov sein, der serbische Stürmer, dessen Potenzial unter Sarri ungenutzt blieb. Doch ob er Gattuso überzeugen kann, ist offen.
Die offensive in der krise: zahlen lügen nicht
41 Tore in 38 Spielen – das ist die bittere Bilanz der Lazio-Offensive in der vergangenen Saison. 17 Partien endeten ohne Treffer. Die Top-Torschützen Isaksen und Pedro konnten lediglich fünf bzw. sechs Tore bejubeln. Ein Neuanfang ist also unausweichlich, und Gattuso hat die Aufgabe, die Torgefahr deutlich zu erhöhen.
Die Abgabe von Castellanos im Januar erwies sich als größerer Fehler als zunächst angenommen. Ersatzmann Ratkov, ein 1,93 Meter großer Turm, fand sich unter Sarri schwer. Daniel Maldini sprang kurzzeitig ein, kehrte aber letztendlich zu Atalanta zurück. Nun winkt Ratkov die Chance unter dem neuen Coach zu bestehen.
Gattuso fordert mehr als nur Kopfballstärke: Der neue Trainer möchte einen Spieler, der nicht nur als Zielspieler im Strafraum fungiert, sondern auch die Offensive durch vertikale Läufe und präzise Pässe unterstützt. Ratkov muss beweisen, dass er mehr als nur ein „Ariete“ ist. Seine eigenen Erwartungen sind hoch: „Ich bin groß, aber ich kann auch technisch gut spielen und auch Assists geben, nicht nur Tore erzielen.“, erklärte der Serbe bereits bei seiner Vorstellung.

Die suche nach der neuen spitze: dieng im fokus
Neben Ratkov steht auch die Verpflichtung eines weiteren Stürmers im Raum. Die Lazio-Bosse beobachten Noslin und Dia genau, deren Leistungen unter Gattuso entscheidend sein werden. Besonders interessant ist der Name Bamba Dieng, ein senegalesischer Stürmer von Lorient, der in 23 Spielen 14 Tore erzielte. Da er sich im Sommer ablösefrei präsentiert, könnte er eine kostengünstige Verstärkung darstellen.
Auch die Frage nach der Besetzung der offensiven Mittelfeldpositionen beschäftigt Gattuso. Hier könnte Adrian Przyborek, der im Januar für sieben Millionen Euro von Pogon Szczecin verpflichtet wurde, endlich seine Chance erhalten. Unter Sarri fand der junge Pole kaum Einsatzzeit, da seine Fähigkeiten als Trequartista nicht in das 4-3-3 System passten. Mit Gattusos bevorzugtem 4-2-3-1 könnte sich nun eine neue Ära für Przyborek eröffnen.
Die Entscheidung über den Verbleib von Isaksen hängt zudem von der Zukunft von Cancellieri ab, dessen Vertrag ausläuft. Die Lazio-Fans dürfen gespannt sein: Mit Gattusos Ankunft und der möglichen Verpflichtung neuer Spieler könnte die Offensive der Biancocelesti in Zukunft deutlich gefährlicher werden.
