Champions league finale: schiedsrichter siebert im fokus – lob überwiegt!
Budapest – Das Champions-League-Finale zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal ging zwar an die Franzosen, doch der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert stand nach dem Abpfiff im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Während die Gunners zunächst Unmut äußerten, überwog letztlich das Lob für seine Leistung, selbst von Seiten der englischen Fachpresse.

Ein souveränes spielmanagement mit klarer linie
Die Diskussionen um die strittige Szene in der Verlängerung überschatteten fast das sportliche Ereignis. Ex-Referee Torsten Kinhöfer attestierte Siebert im ZDF ein hohes Maß an Professionalität: „Er hat Werbung für das deutsche Schiedsrichterwesen gemacht.“ Auch der DFB zeigte sich stolz auf seine Schiedsrichter, wobei Knut Kircher ein „sehr fokussiertes und geradliniges Spielmanagement mit klarster Linie“ hervorhob. Die Reaktionen des FC Arsenal, der den ersten Triumph in der Königsklasse knapp verpasste, waren naturgemäß von Enttäuschung geprägt.
Die Gunners protestierten lautstark nach einem Zweikampf zwischen Noni Madueke und Nuno Mendes, in dem Madueke im Strafraum zu Boden ging. Siebert ließ weiterspielen und verwarf Declan Rice, was zu weiteren Protesten von Arteta führte. Zunächst äußerte Arteta Zweifel, ob es sich tatsächlich um einen Elfmeter handeln sollte, sagte aber später ein: „Es war offensichtlich nicht eindeutig genug, um einen Elfmeter zu geben.“
Die Video-Assistenten blieben passiv, eine Entscheidung, die von Graham Scott bei The Athletic ebenfalls nachvollziehbar gefunden wurde: „Es ist einfach kein offensichtlicher Fehler.“ Die Tatsache, dass die englische Presse, die bekannt für ihre harsche Kritik ist, in diesem Fall weitgehend zurückhaltend blieb, unterstreicht die schwierige Situation, in der Siebert sich befand.
Die Sommerpause steht nun für den deutschen Schiedsrichter bevor. Ein Ticket für die WM in Nordamerika hat er verpasst, anders als Felix Zwayer. Er kann aber auf eine Leistung zurückblicken, die zeigt, dass das deutsche Schiedsrichterwesen auf höchstem Niveau mithalten kann. Die Spannung, die ein solches Finale mit sich bringt, erfordert Präzision und Nervenstärke – Eigenschaften, die Daniel Siebert zweifellos bewiesen hat.
