Draxler: schalke-rückkehr? der frühere star packt aus!

Knallhart ehrlich: Julian Draxler stellt seine mögliche Rückkehr zu Schalke 04 in Frage. Nach seiner Zeit in Katar und dem Aufstieg seines Jugendvereins wirft der frühere Nationalspieler einen skeptischen Blick auf eine Fortsetzung seiner Karriere im Ruhrgebiet.

Die frage nach dem mehrwert

Draxler, der zwischen 2011 und 2015 für Schalke in der Bundesliga spielte und dabei zu einem Weltmeister reifte, äußerte sich in einem Interview mit der „WAZ“ zu den Spekulationen um eine mögliche Rückkehr. Seine Worte sind wenig schmeichelhaft für die Königsblauen: „Die Frage ist, ob ich Schalke überhaupt nochmal helfen kann. Bisher hat mich jedenfalls niemand gefragt.“ Es klingt nach einem kühlen Dementi, auch wenn er gleichzeitig betont, dass er immer noch ein Herz für den S04 hat.

Ein schmerzlicher Seitenhieb: Draxler, der mittlerweile 32 Jahre alt ist, weiß um seine körperliche Verfassung und die Anforderungen des Profifußballs. „Ich bin auch nicht mehr 22 und müsste erstmal beweisen, dass ich so ein Niveau überhaupt noch spielen kann.“ Diese Worte dürften bei den Verantwortlichen und den Fans von Schalke auf wenig Gegenliebe stoßen, nachdem der Verein gerade erst den Aufstieg in die Bundesliga gefeiert hat.

Fanherz und realität

Fanherz und realität

Trotz seiner kritischen Äußerungen beteuert Draxler seine Verbundenheit zu Schalke. „Ich bin immer noch Schalke-Fan und habe mich sehr gefreut, dass der Klub wieder da ist, wo er hingehört!“ Diese Aussage steht jedoch im krassen Gegensatz zu den oft geäußerten Vorwürfen, er habe Schalke damals im Alleingang verlassen, um sein eigenes Glück zu suchen. Die Familie Draxler ist bekennender Schalke-Fan, ein Fakt, der ihm von einigen Seiten oft angelastet wird, da er ihn als „heuchlerisch“ empfinden lässt.

Die Aufstiegssaison von Schalke bereitete Draxler Freude: „Die Saison hat super Spaß gemacht und es hat mich vor allem gefreut, dass sich die Stimmung wieder in die richtige Richtung gedreht hat.“ Er sieht den Klub auf dem richtigen Weg, warnt aber vor zu großen Erwartungen: „In der ersten Saison wird es sehr hart, jeder muss ab der ersten Sekunde verstehen, dass nur der Klassenerhalt das Ziel sein kann.“

Obwohl eine aktive Rückkehr unwahrscheinlich scheint, schließt Draxler eine andere Rolle beim S04 nicht komplett aus: „Aber vielleicht gibt es ja auch irgendwann andere Rollen und Aufgaben, wer weiß.“ Die Tür für eine Zukunft im Hintergrund scheint also zumindest einen Spaltbreit offen zu bleiben.

Die Verhandlungen werden sich zeigen, ob Schalke Draxlers Expertise in Anspruch nehmen will, oder ob der ehemalige Star seine Karriere lieber in Katar oder einem anderen Verein verbringt. Fest steht: Draxler hat mit seiner Ehrlichkeit für Gesprächsstoff gesorgt.