Lautaro steht vor dem comeback: inter bangt auf messi-niveau
Ein Muskelbündel im rechten Wadenkopf hat das Spieldiktat der Interisti seit Wochen verstummen lassen. Lautaro Martínez, 14 Tore, 13 Siege in 13 Partien, kehrt diese Woche zurück – und mit ihm die 77-Prozent-Mannschaft.
Die statistik schreit
Ohne ihn kippt die Torquote auf magere 1,0, die Siegquote auf 33 %. Zahlen, die im FC Internazionale-Quartier nicht mehr als Fußnote sein wollen, sondern als Warnsignal bis zur Finalissima durchhallten. Der argentinische Kapitän absolviert derzeit die letzte Re-Athletik-Einheit, ehe er sich morgen oder übermorgen wieder im Mannschaftstraining zeigt.
Die Mediziner um Cristian Chivu verriegeln das Risiko. Kein Sprint, kein Zweikampf, bevor die Ultraschall-Bilder makellos sind. Der Gegner am Sonntagabend: AC Florenz, Stadio Franchi, ein Ort, an dem Inter in dieser Saison bereits zweimal die Flucht nach vorn antrat. Auch deshalb bettelt Lautaro um eine Kurzeinsatz-Option. Er will die Kabine wieder auf sein Temperatur bringen.
Die Konkurrenz im Angriff schwächelt. Marcus Thuram verliert sich in Dribblings statt in Toren, Marko Arnautović wirkt wie ein Ersatz, der sich selbst ersetzen möchte. Trainer Simone Inzaghi hat in den letzten Trainingseinheiten bereits das 3-5-2 mit Lautaro und Thuram durchgespielt – ein Signal, kein Versprechen.

Der scudetto-trick
Die Meisterschaft ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit AC Mailand, das in der nächsten Woche auf Estupiñán trifft – denselben, der Rafael Leão mit einer Schwalbe ins Zwiegespräch schickte. Für Inter zählt nur die Null-Risiko-Variante. Lautaro soll die Kabine beruhigen, nicht erneut zerreißen. Seine letzte Aktion auf dem Rasen: ein Pressing gegen Bodø/Glimt, das in einem Muskelriss mündete und die Champions-League-Träume beendete.
Argentinien selbst wartet. Die abgesagte Finalissima gegen Spanien im Juni entlastet den Zeitplan. Eine Show-Einladung nach Rosario, im Stadion von Newell’s Old Boys, wo einst Messiseine ersten Zaubertritte zeigte, steht im Raum. Doch der Prioritätenzettel im Ezeiza-Trainingscamp ist klar: Erst Inter, dann Albiceleste.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Lautaro in Florenz von Beginn an durchstartet, liegt bei null. Die Wahrscheinlichkeit, dass er in den letzten 20 Minuten die Sicherheitslasche des Scudetto löst, steigt täglich. Drei Punkte Vorsprung, acht Spiele, ein Muskelbündel – das ist die Gleichung, die den Meistertitel entscheiden kann.
