Laurence triumphiert in basauri: seixas führt weiterhin
Axel Laurence (INEOS) hat die dritte Etappe der Itzulia a España auf seiner Visitenkarte verewigt. Der junge Belgier setzte sich in einem nervenaufreibenden Sprint in basauri gegen Igor Arrieta (UAE) durch, nachdem er dessen frühen Vorstoß gekonnt konterte. Ein steiler Schlussanstieg mit bis zu 12 Prozent Neigung sorgte für zusätzliche Würze in einem Rennen, das von Wind und taktischen Spielchen geprägt war.

Ein tag voller stürze und absagen
Doch der Jubel von Laurence wird von einer bitteren Wendung überschattet: Der alavische Fahrer Jon Arrieta musste das Rennen aufgrund eines Unfalls, der durch ein Rettungswagenfahrzeug verursacht wurde, vorzeitig verlassen. Teammanager Jürgen Foré äußerte sich sichtlich frustriert über den Vorfall und betonte die Bemühungen seines Teams um die Sicherheit der Fahrer. „Es ist einfach nur frustrierend. Wir tun alles, um die Sicherheit zu gewährleisten, und dann passieren solche Dinge. Man muss die Konsequenzen tragen“, klagte er.
Die Etappe, die mit und ohne Start in basauri ausgetragen wurde, verzeichnete zu Beginn eine ungewöhnlich niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit von 47 km/h, da sich keine stabile Ausreißergruppe formen ließ. Das Zögern der Teams führte dazu, dass sich eine Gruppe von vierzehn Fahrern erst nach 90 Kilometern absetzen konnte, unterstützt durch die Kräfte von Euskaltel Bizkarra und Lastra, wobei Letzterer mit seinen 36 Jahren der erfahrenste Pilot im Peloton war. Tragisch verlief der Tag für Isaac del Toro (UAE), der aufgrund eines Sturzes und nachfolgender Verletzungen aufgeben musste.
Die Hitze und der Kampf um die Punkte
Die Temperaturen stiegen im Laufe des Tages auf 27 Grad Celsius, während die Ausreißergruppe versuchte, sich einen entscheidenden Vorsprung zu erarbeiten. Van der Lee (EFE) versuchte zwar, Druck aufzubauen, doch in einem so großen Feld war es schwer, sich abzusetzen. Arrieta und Laurence waren an der Spitze des Berges zu sehen und sammelten wichtige Punkte. Hinter ihnen musste sich Juan Ayuso (UAE) dem enormen Druck beugen und gab das Rennen auf, nachdem er bereits in Bikotzgane seine Kräfte überschätzt hatte. Die Entscheidung fiel schließlich auf der Schlussrampe in Basozelai, wo Laurence seine Sprintstärke unter Beweis stellen konnte.
Die Itzulia a España befindet sich somit auf halbem Weg und wird in den kommenden Tagen mit anspruchsvollen Etappen in Galdakao (von Igor Antón konzipiert), Eibar und Bergara ihre Bewährungsprobe bestehen müssen. Es bleibt abzuwarten, ob Paul Seixas seine Führung behaupten kann, denn das Rennen hat noch einige Überraschungen für uns bereithalten. Die Straße, auf der die Ziellinie gezogen wurde, verläuft parallel zu der des Dr. Landa – ein ironisches Detail in einer Etappe voller unerwarteter Wendungen.
