Laurence triumphiert in basauri – seixas hält das ruder fest in der hand
Axel Laurence (INEOS Grenadiers) hat sich heute in der dritten Etappe der Itzulia Basque Country die Oberhand gesichert und damit seinen ersten Saisonsieg gefeiert. In einem nervenaufreibenden Sprint in basauri setzte sich der junge Belgier knapp gegen Igor Arrieta (UAE Team Emirates) durch, nachdem dieser zuvor einen fulminanten Auftakt hingelegt hatte. Die Etappe war geprägt von einer anspruchsvollen Schlussphase mit einer Steigung von bis zu 12 Prozent.

Ein tag voller dramatik und abschiede
Doch der Jubel um Laurence überschattete ein weiteres Ereignis: Der alavische Fahrer Soudal Quick-Step musste das Rennen aufgrund eines Unfalls verlassen, bei dem ein Rettungswagen beteiligt war. Teammanager Jürgen Foré äußerte sich sichtlich frustriert über den Vorfall und betonte die Bemühungen seines Teams um die Sicherheit der Fahrer. „Es ist einfach nur frustrierend. Wir tun alles, um die Sicherheit zu gewährleisten, und dann passieren solche Dinge“, so Foré.
Die erste Hälfte der Etappe verlief zunächst ruhig, mit einem ungewöhnlich langsamen Tempo von durchschnittlich 47 km/h, da sich keine Fluchtgruppe stabilisieren konnte. Erst nach rund 90 Kilometern gelang es einer Gruppe von vierzehn Fahrern, sich abzusetzen, wobei die Euskaltel-Bizkarra- und Lastra-Mannschaften später noch hinzukamen. Tragisch verlief der Tag für Isaac del Toro (UAE Team Emirates), der nach einem Sturz gezwungen war, das Rennen aufzugeben. Ein weiterer Rückschlag war der Ausfall von Juan Ayuso, der bereits während der Etappe signalisierte, dass er nicht mehr zu den Favoriten gehörte.
Van der Lee (EFE) versuchte zwar, auf den steilen Anstiegen des Bergpasses das Tempo hochzuhalten, doch in einem so großen Feld war es schwierig, sich abzusetzen. Igor Arrieta sicherte sich die Punkte am Berg, wobei auch Axel Laurence zu den Besten gehörte. Die Entscheidung fiel schließlich in den letzten Kilometern, als Arrieta und Laurence einen knappen Vorsprung herausfahren konnten, bevor sie sich im Sprintduell gegenüberstanden. Laurence behielt jedoch die Oberhand und feierte einen verdienten Sieg.
Paul Seixas (Groupama-FDJ) verteidigte weiterhin sein Gelbträger-Trikot und demonstrierte seine Dominanz in der Rundfahrt. Die Itzulia steht nun vor ihren entscheidenden Etappen, darunter die anspruchsvolle Bergkönigin in Eibar und das Finale in Bergara. Die Spannung steigt, und es bleibt abzuwarten, ob Seixas seine Führung behaupten kann oder ob sich ein anderer Fahrer die Gesamtführung schnappt.
Die Parallele zwischen der Ziellinie in basauri und der Straße, auf der sich einst der legendäre Dr. Landa aufhielt, ist eine ironische Fügung des Schicksals, die das Rennen umso besonderer macht. Die Itzulia Basque Country spricht weiterhin Französisch – und das nicht nur sprachlich.
