Laufen: so springen sie wie ein känguru!
Wer dachte, Joggen sei nur eintöniges Schrittwerk, der irrt gewaltig! Die neuesten Erkenntnisse der Sportwissenschaft zeigen: Laufen ist vielmehr eine Abfolge kleiner Sprünge – und das hat erstaunliche Auswirkungen auf Ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Klaus Schäfer im Check.
Der fehler liegt oft im schuh
Die meisten von uns stolpern im Alltag über den Bürgersteig, die Füße zuerst mit der Ferse aufsetzend. Ein vermeintlich bequemes Gefühl, das jedoch langfristig zu Schäden führen kann. Physiotherapeutin Leonie Krahl erklärt: „Dieser Fersenlauf staucht die Knie und erschüttert den Körper stark.“ Der Grund: Wir verhalten uns wie ein Mensch, der aus großer Höhe landet – und das ist für unsere Gelenke alles andere als optimal.

Abwechslung ist trumpf
Doch wie läut die Lösung? Neben dem Wechsel von unterschiedlichen Untergründen – Waldwege statt Asphalt, Wiesen statt Bürgersteig – liegt der Schlüssel in der Bewegungsvielfalt. „Sportarten wie Fußball oder Tennis sind deshalb für Kinder besonders gut“, so Krahl. „Dort gibt es viele schnelle Bewegungen und Richtungswechsel, die mehr Muskeln trainieren und die Knochen stärken.“ Aber auch Erwachsene können noch lernen, sich natürlicher zu bewegen.

Die känguru-methode
Die Analogie zum Känguru ist dabei erhellend. Dieses Tier springt mit seinen langen, starken Achillessehnen riesige Distanzen. Der Trick? Es landet nicht auf der Ferse, sondern auf der Mitte des Fußes. Versuchen Sie, beim Joggen bewusst darauf zu achten, den Fuß direkt unter den Körper zu setzen und kleinere Schritte zu machen. Das verlagert das Gewicht und reduziert die Belastung auf die Gelenke.
Vorderfuß-laufen: die profis kennen den trick
Noch einen Schritt weiter gehen ambitionierte Läufer: Sie laufen auf dem Vorderfuß, wobei die Ferse kaum den Boden berührt. Wie eine gespannte Feder stoßen sie sich ab, effizient und kraftsparend. Das Ergebnis? Höhere Geschwindigkeit und weniger Ermüdung.
Es ist Zeit, die alten Gewohnheiten zu überdenken und das Laufen neu zu entdecken. Denn wer wie ein Känguru springt, der läuft nicht nur besser, sondern schont auch seine Gelenke und baut eine beeindruckende Grundlagenausdauer auf. Und das ist keine Frage der Technik, sondern eine Frage der Bewegung!
