Wiede kämpft zurück: comeback nach kreuzbandriss im visier

Berlin – Fabian Wiede, der Leistungsträger der Füchse Berlin, arbeitet unermüdlich an seiner Rückkehr auf den Handballplatz, nachdem er im Oktober einen Kreuzbandriss erlitten hat. Der Rückraumspieler scheint im Zeitplan zu liegen, doch der Weg zurück ist mit mentalen und körperlichen Hürden gepflastert – und einem unerwarteten Problem im Fuß.

Ein blick zurück: die verletzung und die mentale herausforderung

Für Fabian Wiede ist die Erinnerung an den Moment des Risses in Veszprem noch präsent, doch er blickt entschlossen nach vorne. „Natürlich erinnere ich mich daran, was damals da passiert ist. Aber es ist, wie es ist“, so Wiede im Gespräch mit handball-world. Die kommenden Wochen und Monate werden entscheidend sein. Sechs Monate nach dem Vorfall steht fest: Die Rehabilitation verläuft planmäßig, und der 32-Jährige spürt bereits erste Fortschritte.

Die Isolation während des Trainings ist jedoch eine weitere Belastung. „Ich bin jetzt seit sechs Monaten komplett alleine und mache alleine mein Krafttraining. Das ist mental extrem hart, weil du dich jeden Tag neu motivieren musst.“ Der fehlende Kontakt zum Team und die bevorstehende Rückkehr in Spielsituationen stellen zusätzliche Anforderungen an seine mentale Stärke dar.

Ein verstecktes problem: der fuß

Ein verstecktes problem: der fuß

Doch das Knie ist nicht das einzige Problem. Bereits vor dem Kreuzbandriss hatte Wiede Beschwerden im Fuß, die nach einer Operation im Jahr 2023 weiterhin bestehen. „Ich hatte schon das Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt und ich mich körperlich nicht ganz so fühle, wie es sein sollte“, erklärt er. Die Beschwerden sind bis heute spürbar: „Wenn ich morgens aufstehe, merke ich den Fuß extrem und humpel rum.“ Dies verdeutlicht, dass die Knieverletzung möglicherweise durch die Fußprobleme begünstigt wurde.

Der weg zurück: muskeln, beweglichkeit und geduld

Der weg zurück: muskeln, beweglichkeit und geduld

Wiede konzentriert sich nun darauf, seinen Körper stetig zu stärken. Neben intensiven Übungen im Kraftraum kommen nun auch erste Beweglichkeitsübungen und Schnelligkeitselemente hinzu. „Ich baller meine Oberschenkel so voll mit Muskeln, dass da nichts mehr passieren kann“, beschreibt er seinen Ansatz. Ziel ist die Rückkehr zum Saisonstart, wobei er sich bewusst ist, dass das Risiko eines erneuten Vorfalls besteht. „Man sagt ja immer, von sechs bis neun Monaten ist die Wahrscheinlichkeit noch relativ hoch, dass da wieder was reißen könnte.“

Der Fokus liegt auf Geduld und einem schrittweisen Aufbau. „Einfach das Ballgefühl wieder reinbekommen, noch keine Riesensprints oder Richtungswechsel, aber lockere Pässe“, so Wiede. Schon nächste Woche plant er, erste Übungen mit den Teamkollegen zu machen.

Ein langer weg, aber die hoffnung bleibt

Ein langer weg, aber die hoffnung bleibt

Die Füchse Berlin müssen vorerst auf Wiede verzichten, wenn sie am Donnerstag in Veszprem um den Einzug ins Final4 der Champions League kämpfen. Aber Fabian Wiede arbeitet unermüdlich an seinem Comeback, gestärkt durch seinen Willen und die Unterstützung seines Teams. Die Kombination aus körperlicher Rehabilitation und mentaler Stärke wird entscheidend sein für seinen erfolgreichen Rückkehr auf den Platz.