Lasse ohl nach horror-crash in not-op – saison für hüttenberg vorzeitig beendet

Die 2. Handball-Bundesliga hat einen schweren Schock zu verdauen. Lasse Ohl, 21-jähriger Kreisläufer des TV Hüttenberg, wurde am Sonntagabend in einen Frontal-Crash auf der B253 zwischen Wabern und Harle verwickelt – und landete auf dem OP-Tisch. Die Folge: Seine Saison 2025/26 ist gelaufen, bevor sie richtig begann.

Frontalzusammenstoß gegen 21.20 uhr – fahrzeug wird zur falle

Ein weißer Mercedes, ein schwarzer Opel – beide Wagen prallen mit voller Wucht aufeinander. Ohl sitzt im Opel, bleint an der Fahrerseite liegen. Ersthelfer schneiden ihn aus dem Blech. Die Insassen des Mercedes – 19-jähriger Fahrer, 52-jähriger Beifahrer – schaffen es eigenständig, doch der Ältere erleidet schwerste Verletzungen. Die B253 wird stundenlang zur Sperrzone, 50 Einsatzkräfte, drei RTW, zwei Notärzte, ein Hubschrauber – die Zahl der Retter verrät die Dramatik.

Am Dienstag folgt der nächste Schlag: Verdacht auf innere Blutungen, sofortige Not-Operation. Der Verdacht bestätigt sich glücklicherweise nicht, doch die Ärzte halten Ohl für wochenlang arbeitsunfähig. Timm Schneider, Geschäftsführer und Ex-Profi, atmet kurz durch: „Lasse hatte zig Schutzengel. Seine Muskelmasse hat ihm geholfen.“ Eine kleine Trostpille, aber keine Heilung.

Hüttenberg verliert seinen jungen rückraum-turm – planung bröckelt

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Mit 1,96 Metern und 110 Kilo war Ohl als körperlicher Präsenzspieler eingeplant. Nun muss Trainer Christian Prokop neu kalkulieren. Die Vorbereitung startet in acht Wochen, ein Ersatz soll her – doch Quali-Kreisläufer sind längst unter Vertrag. Die Personalie dürfte den Klub bis zu 100.000 Euro Umsatz kosten: Prämien, Zuschauer, möglicher Abstiegsbonus.

Die Polizei sichert Unfallspuren, Gutachter rekonstruieren Sekundenbruchteile. Noch ist unklar, wer die Mittellinie überschritt. Lasse Ohl selbst kann sich an nichts erinnern. Seine Gedanken kreisen um den 52-jährigen Gegenspieler, der mit Christoph 90nach Kassel geflogen wurde. Es ist die zwiespältige Bilanz des Sports: einer darf aufatmen, der andere kämpft ums Überleben.

Der TV Hüttenberg wird die Saison ohne seinen jungen Bullen bestreiten müssen. Die Liga verliert ein Talent, das gerade erwachen wollte. Und Ohl? Der muss jetzt laufen – nicht auf der Platte, sondern in der Reha. Die Uhr tickt. Der Handball wartet nicht.