Serie-a-finale: so sortierst du die mittelfeld-asse richtig

Die 38. Spieltag ruft, die Meisterschaft ist vergeben, aber für Millionen Fantallen beginnt jetzt die echte Endphase. Wer in letzter Sekunde noch Punkte jagt, muss beim Mittelfeld genau aufpassen: Vier Spieler gelten als absolutes Must-have, ein italienischer Nationalspieler könnte dagegen leer ausgehen.

Die heißeste liste vor dem sommer

Ich habe die Rollen verteilt. In die Top-Frequenz rutschen nur jene, die auch bei Wechseln auf der Uhr 90 Minuten durchlaufen. Nicolò Barella ist trotz Rotation beim neuen Meister Inter gesetzt, Teun Koopmeiners holt Atalanta im Letzten noch die Europa-League-Quali, und Sandro Tonali will mit Milan die Schmach der verpatzten Saison wenigstens mit einem Sieg gegen Verona versüßen.

Die zweite Reihe birgt den größten Gewinn: Alberto Grassi (Monza) traf in den letzten beiden Heimspielen, Răzvan Marin (Empoli) schoss Cremona ab und ist Elfmeter-Nehmer. Wer auf Schalker vereinslos gewordene Mittelfeld-Routiniere schwört, kann mit Emil Audero als risikoreichem Joker abräumen – Torino spielt gegen abgestiegenen Spezia ohne Druck.

Die dritte Gruppe liest sich wie ein Würfel: Michael Folorunsho (Frosinone) kam gegen Udinese von der Bank und traf direkt. Trainer Di Francesco deutete an, ihn vom Anpfiff an zu bringen. Bei Bologna liegt die Wette auf Jens Odgaard, denn Orsolini fällt aus – der Däne könnte den linken Flügel übernehmen und hat in der Youth bereits 15 Scorerpunkte gesammelt.

Wer heute besser draußen bleibt

Wer heute besser draußen bleibt

Die rote Liste führt Nicolò Zaniolo an. Ja, er sprach emotional über seinen Vater, doch die Tränen halfen nicht gegen die Statistik: Sein Toro verlor die letzten drei Partien, er selbst steht bei 0 Toren, 0 Assists seit Februar. Wer ihn jetzt noch aufstellt, riskiert ein Minus. Gleiches gilt für Maxime Lopez (Sassuolo): Die Neroverdi sind abgestiegen, der Franzose wird geschont. Fiorentina rotiert ohnehin für das Conference-League-Finale, Giacomo Bonaventura und Arthur dürften nur Kurzeinsätze erhalten. Ein No-Go für alle, die noch um Geld oder Prestige kämpfen.

Die Devise lautet: Lieber auf sichere 6 Punkte setzen als auf mögliche 10. Die Ausfälle der 37. Runde lehrten uns, dass Lazio und Roma ohne Europapokal keinen einzigen Stammspieler schonen werden. Daichi Kamada und Bryan Cristante gehören deshalb in jede Aufstellung, selbst wenn sie nur „Risiko-Fraß“ für traditionelle Serien-A-Scouts sind.

Die Uhr tickt, die Manager-Apps schließen in wenigen Stunden. Wer jetzt noch zögert, verschenkt den Saison-Endspurt. Für mich steht fest: Ich setze auf Barella, Koopmeiners und Kamada – und lasse Zaniolo auf der Bank. Die Tränen werden trocknen, die Punkte bleiben.