Lask linz: kühbauers rettung und die lehren aus einem turbulenten herbst

Katastrophaler start und kühbauers wendung

Der Linzer ASK blickt auf eine emotionale und herausfordernde Herbstsaison zurück. Nach einem desaströsen Saisonbeginn und dem gescheiterten Experiment mit TrainerJoao Sacramento, gelang es Didi Kühbauer, das Ruder herumzureißen. Die Stimmung beim LASK könnte aktuell kaum besser sein, doch Sportdirektor Dino Buric betont, dass noch lange nicht alles erreicht ist.

Sacramentos risiko und das schnelle aus

Sacramentos risiko und das schnelle aus

Dino Buric räumt ein, dass die Verpflichtung von Joao Sacramento ein kalkuliertes Risiko war, das sich letztendlich nicht auszahlte. "Man wollte mutig sein, etwas Neues ausprobieren und auch auf der Trainerposition einen Schritt wagen", so Buric. Der Portugiese, der zuvor als Assistent von Top-Trainern wie Jose Mourinho gearbeitet hatte, konnte seine Expertise auf der Gugl jedoch nicht erfolgreich umsetzen. Nach lediglich neun Spielen und dem vorletzten Tabellenplatz wurde Sacramento Ende September entlassen.

Lijnders

Lijnders' schicksal als mahnung

Sacramentos Scheitern erinnerte an das von Pep Lijnders, der im Vorjahr mit ähnlichen Empfehlungen bei Salzburg gescheitert war. "Eine Lehre ist sicherlich, dass die österreichische Bundesliga in ihrer Spielweise sehr speziell ist", analysiert Buric. "Es hilft, die Liga zu kennen und zu wissen, welche Anforderungen an eine Mannschaft gestellt werden müssen, um erfolgreich zu sein."

Kommunikation als schlüsselfaktor

Kommunikation als schlüsselfaktor

Buric betont, dass der positive Eindruck, den Sacramento nach außen vermittelte, nicht unbedingt die interne Realität widerspiegelte. "Das eine ist die Kommunikation mit den Medien, das andere ist, wie die Kommunikation zur Mannschaft verläuft und was bei der Mannschaft ankommt", verdeutlicht er. Eine erfolgreiche Teamführung erfordert mehr als nur fachliche Kompetenz.

Kühbauer als „retter“

Die Entscheidung, Dietmar Kühbauer als neuen Trainer zu verpflichten, erwies sich als Volltreffer. Der erfahrene Bundesliga-Trainer stabilisierte das Team und führte es zu beeindruckenden Erfolgen. "Er weiß, wie man in der Liga erfolgreich ist. Er weiß, was man tun muss, um Siege einzufahren. Er hat die perfekte Mischung aus zwischenmenschlicher Kompetenz, Spaß und Konzentration", lobt Buric.

Sensationeller lauf, aber vorsicht geboten

Unter Kühbauer feierte der LASK neun Siege in zehn Pflichtspielen und hat sowohl in der Meisterschaft als auch im Cup realistische Titelchancen. Dino Buric mahnt jedoch zur Bescheidenheit: "Man muss die Kirche im Dorf lassen. Wir haben einen sensationellen Lauf, aber die Liga ist eng. Wir liegen nur vier Punkte vor Platz sieben. Die nächsten fünf Runden werden entscheidend sein, und wir müssen in jedem Spiel am Limit spielen, um in die Top sechs zu kommen."

Aktuelle tabelle und ausblick

PlatzMannschaftPunkte
1Red Bull Salzburg43
2LASK Linz39
3Rapid Wien35

Die kommenden Spiele werden zeigen, ob der LASK an seine beeindruckende Leistung anknüpfen kann und seine Chance auf einen Titel wahrnehmen wird.