Nordische kombination vor dem aus? dsv hofft auf überzeugende spiele in italien
Olympia-zukunft der nordischen kombination auf dem prüfstand
Horst Hüttel, Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV), blickt mit Sorge auf die Zukunft der Nordischen Kombination bei den Olympischen Spielen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird im Mai oder Juni über die weitere olympische Austragung der Disziplin entscheiden. Hüttel hofft, dass die Wettkämpfe in Mailand und Cortina überzeugen und die Notwendigkeit der Kombination im olympischen Programm unter Beweis stellen können.

Argumente für die bewahrung der tradition
„Wir müssen Argumente liefern. Wir müssen dem IOC zeigen, dass es ein Riesenfehler wäre, die Kombination aus dem Programm zu nehmen“, erklärte Hüttel in einer Medienrunde. Die aktuelle Situation ist kritisch, da die Nordische Kombination die einzige Disziplin bei den aktuellen Spielen ist, an der keine Frauen teilnehmen. Dies stellt eine Herausforderung für die Zukunft der Sportart dar.
Die entscheidenden wettbewerbe in italien
Laut Hüttel gibt es
für das IOC im Hinblick auf 2030 nur zwei Optionen: „Entweder die Damen kommen rein - oder die Herren kommen raus.“ Besonders im Fokus stehen dabei die Einzelwettbewerbe am 11. und 17. Februar. Das IOC hat angekündigt, diese Wettkämpfe genau zu beobachten. Auch IOC-Präsidentin Kirsty Coventry und IOC-Mitglied Karl Stoss werden anwesend sein.Ioc kündigt umfassende analyse an
Das IOC hatte bereits betont, die Spiele in Italien genau unter die Lupe nehmen zu wollen. Pierre Ducrey, neuer Sportdirektor des IOC, sagte: „Wir sind uns der Herausforderung bewusst, vor der die Disziplin steht, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Wir werden die Informationen und Daten der Spiele nutzen, um unsere zukünftigen Entscheidungen zu treffen.“
Eine lange tradition steht auf dem spiel
Die Nordische Kombination ist seit ihrer Premiere im Jahr 1924 stets Teil der Olympischen Spiele gewesen. Das IOC bemängelt jedoch, dass in der Vergangenheit zu wenige Nationen Erfolge feiern konnten. Der Weltverband FIS entgegnet, dass die Anzahl der teilnehmenden Athleten und Nationen in den letzten Jahren gestiegen ist. Die Entscheidung wird voraussichtlich eng ausfallen.
Ungewissheit und eine „blackbox“
Hüttel gab an, dass er bisher keine Signale hinsichtlich der Entscheidung erhalten habe. „Die Verantwortungsträger des IOC halten sich da sehr bedeckt. Deswegen wird es eine gewisse Blackbox bleiben“, so Hüttel. Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um die Zukunft der Nordischen Kombination zu sichern. Es gilt, die Entscheidungsträger vom Wert und der Attraktivität dieser Sportart zu überzeugen.
