Laporta wettert gegen fifa: raphinas verletzung droht barça den traum zu zerstören

Barça-Präsident Joan Laporta schlägt mit der Faust aufs Tablett. Sein Superstar Raphinha fällt fünf Wochen aus – erlitten in einem Freundschaftsspiel, das niemand brauchte. Jetzt droht dem FC Barcelona das Aus in der Champions League, und Laporta schießt gegen die FIFA.

Raphina fällt aus – und barça zittert um die saison

Der Brasilianer zog sich im Länderspiel gegen Frankreich einen Muskelbündelriss im rechten Oberschenkel zu. Fehlen wird er gegen Atlético Madrid im Viertelfinale, vielleicht auch im Halbfinale – und in zentralen LaLiga-Partien. Das Timing ist brutaler als ein Ellbogencheck im Strafraum. Denn Real Madrid liegt nur einen Punkt vor Barça, und am 10. Mai steigt das Clásico.

Das ist bereits die dritte Oberschenkelverletzung Raphinas in dieser Saison. Dreimal dieselte Stelle, dreimal dieselbe Frustration. Die medizinische Abteilung des Klubs hatte dem Flügelspieler eigentlich eine individuelle Belastungssteuerung verordnet. Die brasilianische Nationalmannschaft hörte nicht hin.

Laporta attackiert fifa: „wir spielen um unser überleben“

Laporta attackiert fifa: „wir spielen um unser überleben“

„Es ist zum Verrücktwerden“, donnert Laporta gegenüber dem katalanischen Sender Món Esport. „Die FIFA verlässt sich darauf, dass Spieler ihre Nationalstolz-Automatik einschalten. Aber wir sind diejenigen, die ihre Millionen-Gehälter zahlen – und die um Titel kämpfen.“

Sein Vorwurf: Der Weltverband plane Länderspiele wie Kreuzfahrten für TV-Gelder, ohne den Kalender der Klubwettbewerbe zu respektieren. „Wir spielen in dieser Phase um alles. Die FIFA aber spielt mit unseren Nerven“, so Laporta.

Die Zahren sprechen für ihn: Raphina war in 37 Pflichtspielen direkt an 23 Toren beteilgt – Tore, die Barça jetzt fehlen werden.

Rashford könnte sich die ausnahmechance erzwingen

Rashford könnte sich die ausnahmechance erzwingen

Marcus Rashford, bisher nur Leihgabe aus Manchester, könnte zum Gewinner des Debakels werden. In den Phasen, wenn Raphina fehlte, lief der Engländer auf. 10 Tore und 13 Vorlagen in 39 Einsätzen – das ist mehr, als viele Stammstürmer in ganz Europa liefern. Barça muss bis 15. Juni entscheiden, ob sie die Kaufoption über 30 Millionen Euro zieht. Nach dem Ausfall von Raphina ist das plötzlich keine Luxus-Option mehr, sondern eine Notwendigkeit.

Die Uhr tickt. Für Barça, für Rashford – und für Laporta, der jetzt gegen die FIFA kämpft, als ginge es um die Seele des Klubs. Vielleicht tut sie das ja auch.