Langenhan siegt in st. moritz – loch greift nach krone nummer acht

Es war kein gewöhnlicher Sonntag auf der Natureisbahn in St. Moritz. Max Langenhan fuhr in überzeugender Manier zum Sieg, Felix Loch wurde Zweiter – und trotzdem ist es Loch, der an diesem Wochenende dem achten Gesamtweltcupsieg seines Lebens so nah ist wie seit Jahren nicht mehr. Der Grund dafür liegt nicht auf der Bahn, sondern in einer Entscheidung seines ärgsten Verfolgers.

Müller verzichtet – und entscheidet damit alles

Der Österreicher Jonas Müller, der nach dem heutigen dritten Platz noch 16 Punkte Rückstand auf Loch hat, wird beim Weltcup-Abschluss in Altenberg kommende Woche nicht an den Start gehen. Die Begründung ist so ehrlich wie bemerkenswert: Die Bahn in Altenberg gilt als eine der anspruchsvollsten der Welt, das Sturzrisiko ist real – und Müller kalkuliert nüchtern. Das ist sein gutes Recht. Für Loch bedeutet es: Er muss in Altenberg nur ins Ziel kommen. Ein 36. Platz würde reichen. Schlechter als Siebter war er in dieser gesamten Saison kein einziges Mal.

Langenhan liefert – trotz kaputter hüfte

Langenhan liefert – trotz kaputter hüfte

Dass der Sieg in St. Moritz an Langenhan ging, war keine Überraschung für jene, die den ersten Lauf verfolgt hatten. Der Friedrichrodaer Olympiasieger fehlte dem Bahnrekord von Müller nur acht Tausendstelsekunden – und während Müller im zweiten Durchgang patzte, blieb Langenhan fehlerfrei. Im Ziel dann ein Satz, der alles sagt: „Meine Hüfte ist jetzt richtig Schrott