Aicher knapp hinter goggia: deutsches super-g-sternchen erobert soldeu-thron

0,24 Sekunden. So viel fehlte Emma Aicher am Sonntag im zweiten Super-G von Soldeu, um sich selbst zu übertrumpfen. Stattdessen schraubte Sofia Goggia die Messlatte auf 1:25,95 Minuten und verpasste der 22-jährigen Deutschen den zweiten Tagessieg binnen 24 Stunden.

Die italienerin zieht davon – und aicher folgt

Die italienerin zieht davon – und aicher folgt

Goggia baute mit ihrem vierten Saisonsieg die Führung in der Super-G-Gesamtwertung aus. Für Aicher war es der zweite Podestplatz am Wochenende – nach dem Triumph am Samstag nun Silber. Die Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie komplettierte das Podest mit 0,31 Sekunden Rückstand.

Die Zahl, die bleibt: Aicher hat in dieser Saison bereits fünf Weltcup-Podestplätze geholt – bei nur sieben Super-G-Läufen. Ihre Konstenz ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern eine Tatsache, die Goggia mit jedem Rennen ernst nimmt.

Der Sturz von Ricarda Haaser am Vortag warf keinen Schatten – Aicher fuhr frei von Nervosität. Ihre Linienwahl war aggressiv, die Kantenarbeit präzise. Doch Goggia fand in der unteren Streckenhälfte noch einmal Zehntel, die Aicher fehlten.

Derweil rückt Aicher in der ewigen Super-G-Bestenliste an Lindsey Vonn heran. Die Deutsche ist jetzt nur noch zwei Podestplätze von der US-Legende entfernt – bei 15 Jahren weniger auf dem Buckel.

Die Saison ist noch lang, aber eine Botschaft ist klar: Aicher ist nicht mehr der Geheimtipp, sondern der Maßstab.