Leverkusen verpasst arsenal-k.o. und ächzt über späten var-elfer
Bayern Leverkusen hat dem FC Arsenal im Champions-League-Viertelfinale die Stirn geboten – und dennoch den bitteren Beigeschmack eines späten Elfmeters hinnehmen müssen. Die Werkself führte bis zur 87. Minute, ehe Kai Havertz vom Punkt traf. Die Entscheidung? Umstritten. Sehr.

Var schweigt, bayer tobt
Schiedsrichter Umut Meler pfiff nach Video-Input von Kollege Rob Dieperink – doch die Bilder zeigen: Malik Tillman streift Noni Madueke nur leicht, der Engländer geht spät zu Boden. „Kein Elfmeter“, sagt Kasper Hjulmand knapp. „Wenn der VAR nicht einschreitet, ist es keine strafbare Situation“, ergänzt Kapitän Robert Andrich sichtlich verärgert.
Die Leverkusener hatten ansonsten die Gunners fest im Griff. Nach der Pause köpfte Andrich nach Ecke ein – ein Standard, den Bayer gezielt trainiert hatte. „Wir wussten, dass Arsenal mit minus eins verteidigt, wenn Maza hereinkommt. Ivo blockt perfekt, ich komme frei“, erklärt der Torschütze lächelnd. Arsenal blieb bis auf einen Lattenkracher weitgehend harmlos.
Die Stimmung trotzdem gedämpft. „Wir wollten mit 1:0 nach London fliegen, nicht mit 1:1“, sagt Andrich. Doch die Lehre ist klar: Bayer kann mit dem Favoriten mithalten – und hat im Emirates Stadium noch eine Rechnung offen. „Game on“, sagt Hjulmand. Die Werkself glaubt sich selbst – und das ist nach diesem Abend die wichtigste Nachricht.
