Ilia malinin: vom olympia-drama zur befreiung auf dem eis
Olympia-enttäuschung und unerwartete wendung
Ilia Malinin (21) erlebte bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo ein Wechselbad der Gefühle. Als einer der großen Favoriten im Eiskunstlauf stürzte er und landete nur auf dem achten Platz. Die Spiele wurden aber auch von der tragischen Geschichte von Ski-Queen Lindsey Vonn (41) überschattet. Doch nach dem Wettkampf kam es zu einer überraschenden Wendung.

Eine ausnahme für den gestürzten favoriten
Normalerweise sind beim Schaulaufen nach Weltmeisterschaften, Europameisterschaften oder eben Olympischen Spielen nur die Medaillengewinner dabei, allenfalls noch ein paar Athleten aus dem Gastgeberland. Für Malinin wurde jedoch eine Ausnahme gemacht und er wurde eingeladen. Es folgten weitere Sportler, die nicht zu den Medaillengewinnern gehörten, und gemeinsam sorgten sie für eine beeindruckende Eislauf-Show.

Der sturz in der kür und die last des favoriten
Als klarer Favorit in die Kür gegangen, erlitt der zweimalige Weltmeister einen schweren Sturz. Er wollte sieben Vierfachsprünge zeigen, scheiterte jedoch an den meisten und fiel sogar zweimal. Der bis dahin ungeschlagene Malinin, der zuvor jeden Wettbewerb für sich entscheiden konnte, schien am Boden zu sein – im doppelten Sinne. Doch ohne den Druck des Wettkampfs zeigte er eine ganz andere Seite.
Befreiung und neue energie auf dem eis
Ohne den Druck des Wettkampfs strahlte Malinin regelrecht. Er lief und sprang mit neuer Energie, zeigte die Vierfachsprünge und den Rückwärtssalto mit Bravour. Es war eine Vorstellung wie aus dem Bilderbuch. Selbst nach dem Ende der Veranstaltung, während alle Beteiligten ein Gruppenfoto auf dem Eis machten, legte er noch einen Rückwärtssalto hinterher. Im lässigen Kapuzenpulli absolvierte er das Schaulaufen.
„Ich habe so viel gelernt“
„Mein heutiger Auftritt war Ausdruck der Gefühle, die mich das ganze letzte Jahr vor diesen Olympischen Spielen begleitet haben“, sagte Malinin. „Ich habe hier so viel gelernt, und diese Erfahrung wird mir zugutekommen.“ Die Zuschauer tobten und feierten den gestürzten Helden. Er blickte gen Himmel, und vielleicht waren ein paar Tränen zu sehen. Er schüttelte leicht den Kopf, als wollte er sagen: „Es geht doch!“
Glaube und zuversicht für die zukunft
Malinin ist tiefgläubig: „Ich bin dankbar für diese olympische Chance, und das war sicher nicht mein letzter Auftritt. Ich halte mich immer an den Grundsatz, dass alles im Leben einen Sinn hat und Gott es so eingerichtet hat, wie es sein musste. Das behalte ich immer im Hinterkopf. Ganz gleich, wie es ausgeht, ich weiß, dass es in seinen Augen so sein sollte.“ Die Erleichterung der Eiskunstlauf-Fans ist groß: Malinin macht weiter.
Ein offener umgang mit dem drama
Malinin geht offen mit seiner persönlichen Geschichte um und sieht darin auch eine Art Aufarbeitung. „Ich möchte der Welt zeigen, dass auch wir Menschen sind. Wir haben echte Gedanken, echte Gefühle, auch wenn wir wie Roboter mit übermenschlichen Fähigkeiten wirken. Aber im Grunde sind wir genauso wie ihr alle“, erklärte er. Er wird uns also auch bei der WM im März in Prag wiedersehen.
Neuer fokus und neue perspektiven
„Der Druck, hierherzukommen, war enorm. Darauf war ich nicht wirklich vorbereitet, und ich musste das erst einmal überwinden. Nachdem ich die Olympischen Spiele nun endlich hinter mir habe und die Enttäuschung natürlich groß war, war es dennoch eine unglaublich schöne Zeit, die ich mit allen verbringen und in der ich diese besondere Atmosphäre erleben durfte. Aber ich habe noch so viel zu lernen, allein schon durch diese Erfahrung.“
