Volleyball-training der extraklasse: so stabilisieren vakifbank-stars ihre schultern
Marina Markova, Leistungsträgerin des renommierten VakifBank Istanbul, hat auf ihren Social-Media-Kanälen kürzlich einen ungewöhnlichen Trainingsansatz präsentiert. Was auf den ersten Blick wie ein exzentrisches Workout aussieht, könnte der Schlüssel zu mehr Stabilität und Verletzungsprävention im modernen Volleyball sein.
Der ball mace swing: mehr als nur eine übung
Die gezeigte Übung, der sogenannte Ball Mace Swing, gewinnt im professionellen Volleyball immer mehr an Bedeutung. Es handelt sich dabei nicht um reines Krafttraining, sondern vielmehr um eine gezielte Aktivierung der Schulterpartie. Der Fokus liegt auf der Stabilisierung des Schultergelenks, insbesondere durch die Aktivierung der Rotatorenmanschette – ein essenzieller Faktor für die Leistungsfähigkeit und den Schutz vor Verletzungen bei Schlagbewegungen über Kopf.
Die Bewegung erfordert eine kontinuierliche Stabilisierung der Schulter, wodurch die Rotatorenmanschette gefordert wird. Gleichzeitig wird die Schulterblattmuskulatur intensiv beansprucht, die für einen flüssigen Armbewegungsablauf unerlässlich ist. Eine instabile Schulterblattmuskulatur kann die Schlageffizienz mindern und das Verletzungsrisiko erhöhen. Die dynamische Mobilität, also die Fähigkeit, die Schulter in einem großen Bewegungsumfang kontrolliert zu bewegen, wird ebenfalls verbessert – ein entscheidender Vorteil im Wettkampf.
Doch was steckt wirklich hinter dieser einfachen, aber effektiven Methode? Die Antwort liegt in der ungleichmäßigen Gewichtsverteilung der Machette, einer langen Stange mit einer Kugel am Ende. Diese erzeugt Zentrifugalkräfte, die den Körper aus dem Gleichgewicht bringen und so eine ständige Stabilisierungsarbeit erfordern. Das System, das das neuromuskuläre Zusammenspiel schult, reagiert blitzschnell – eine ideale Vorbereitung auf die dynamischen Anforderungen des Volleyballs.

Das herzstück: schulter, rotatorenmanschette und schulterblatt
Während des Ball Mace Swings steht die Schulter im Mittelpunkt. Die Rotatorenmanschette stabilisiert das Gelenk während der gesamten Bewegung, besonders wenn das Gewicht nach hinten zieht. Diese Aktivierung ist in Sportarten mit vielen Überkopf-Bewegungen unerlässlich. Eng verknüpft damit ist die Arbeit der Schulterblattmuskulatur, die einen flüssigen und effizienten Armbewegungsablauf ermöglicht. Eine stabile Schulterplatte sorgt für eine kraftvolle Kraftübertragung, während eine instabile Platte zu Kompensationsbewegungen und Leistungseinbußen führt.
Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass der Rumpfbereich (Core) eine ebenso wichtige Rolle spielt. Die Rotationskräfte während des Swings beanspruchen Bauchmuskeln, seitliche Bauchmuskeln und die Lendenwirbelsäule. Der Körper fungiert dabei als eine Kette, in der die Kraft vom Unterkörper über den Rumpf zum Arm geleitet wird. Der Ball Mace Swing trainiert genau diese Dynamik und verbessert die Energieübertragung, was zu einer effizienteren und weniger belastenden Schlagtechnik führt.
Die Übung eignet sich hervorragend als Aufwärmung, um die Schulter zu aktivieren, die Koordination zu verbessern und den Körper auf die technischen Bewegungen vorzubereiten. Es ist ein intelligenter Rückgriff auf alte Trainingsmethoden, der nun durch moderne sportwissenschaftliche Erkenntnisse ergänzt wird.
Die VakifBank-Stars setzen auf Prävention, nicht nur auf Training. Und das ist ein Zeichen dafür, dass die Zukunft des Volleyballs in der intelligenten Vorbereitung liegt – mit Werkzeugen wie der Machette, die den Körper effizienter und widerstandsfähiger machen.
