Ghanaischer star thomas partey: visadenial stoppt wm-helden!

Ein Schock für den ghanaischen Fußball: Nationalspieler Thomas Partey darf aufgrund eines Visaproblems nicht am Freundschaftsspiel gegen Panama in Toronto teilnehmen. Die kanadische Regierung verweigert ihm die Einreise, was in Ghana scharfe Kritik hervorruft und diplomatische Spannungen auslöst.

Die begründung aus kanada: ungelöste ermittlungen

Laut kanadischer Einwanderungsbehörde liegt der Visadenial in anhängigen Strafverfahren im Vereinigten Königreich vor, die bisher weder zu einer Verurteilung noch zu einer strafrechtlichen Verurteilung geführt haben. Diese Entscheidung wird in Ghana als unzulässiger Eingriff in die Rechtsstaatlichkeit und als Missachtung des Grundsatzes der Unschuldsvermutung kritisiert. Samuel Okudzeto Ablakwa, der ghanaische Außenminister, hat umgehend diplomatischen Druck aufgebaut und eine offizielle Beschwerde an Kanada eingereicht.

Die FIFA hat die Situation ebenfalls bestätigt: Partey kann von seinem Trainingslager in Boston nicht nach Kanada reisen, da sein Visum abgelehnt wurde. Die 'Black Stars' sehen sich dadurch in ihrer Vorbereitung auf wichtige kommende Spiele geschwächt. Partey, ein zentraler Spieler im Mittelfeld, hat 58 Einsätze für die Nationalmannschaft vorzuweisen und war Teil des Teams bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar.

Ghanaischer protest: diplomatie und rechtliche schritte

Ghanaischer protest: diplomatie und rechtliche schritte

Die ghanaische Regierung hat angekündigt, alle diplomatischen, rechtlichen und administrativen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Entscheidung Kanadas anzufechten. Es gehe darum, sicherzustellen, dass alle relevanten rechtlichen und tatsächlichen Aspekte angemessen berücksichtigt werden. Die Anschuldigungen gegen Partey, die sich auf sieben mutmaßliche Vergewaltigungs- und einen sexuellen Missbrauchsvorfall zwischen 2020 und 2022 beziehen, hat er stets bestritten und befindet sich in der Schwebe, bis der Prozess stattfindet.

Die kanadischen Einwanderungsbestimmungen erlauben die Ablehnung der Einreise von Personen, die als Sicherheitsrisiko oder aufgrund von Vorstrafen gelten. Doch die ghanaische Regierung argumentiert, dass die Entscheidung Kanadas auf unbewiesenen Anschuldigungen beruht und somit gegen das Völkerrecht verstößt.

Die Absage von Partey stellt einen erheblichen Verlust für Ghana dar, insbesondere angesichts der bevorstehenden Qualifikationsspiele für zukünftige Turniere. Die 'Black Stars' müssen nun ohne ihren Schlüsselspieler auskommen und hoffen, dass die diplomatischen Bemühungen zu einer baldigen Lösung führen.