Eiskunstlauf-preisrichterin sonntag: "man sieht den willen in ihren augen"

Eiskunstlauf-preisrichterin sonntag: "man sieht den willen in ihren augen"

Peggy Sonntag, erfahrene Eiskunstlauf-Preisrichterin aus Berlin, spricht im Interview mit rbb|24 über die Faszination des Eiskunstlaufs, die Herausforderungen der Bewertung und das Berliner Paar Minerva Hase und Nikita Volodin. Ihre Familie teilt die Leidenschaft für den Sport – ein besonderes Merkmal, das sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt.

Familie, leidenschaft und neutralität

Der Eiskunstlauf ist bei Familie Sonntag tief verwurzelt. Ihr Mann, ihre Tochter und auch ihr Sohn sind als Preisrichter aktiv. Frau Sonntag erklärt, dass die gemeinsame Leidenschaft zwar verbindet, das Arbeitsleben aber nicht einfacher macht. Eine der größten Herausforderungen für angehende Preisrichter sei es, Neutralität zu bewahren und die Sportler objektiv zu beurteilen, unabhängig von persönlichen Vorlieben oder Erfahrungen.

Subjektivität in der bewertung

Subjektivität in der bewertung

Die Bewertung im Eiskunstlauf ist nicht immer eindeutig. Subjektivität spielt eine Rolle, insbesondere bei der Beurteilung von Ausdruck, Rhythmus und Musikalität. Frau Sonntag betont, dass Preisrichter einen gewissen Spielraum haben, aber dennoch versuchen müssen, fair und gerecht zu urteilen. Sie verweist auf den kleinen "Mini-Bonus", der bei Anfängern gewährt wird, um ihre ersten Schritte im Sport zu ermutigen.

Faszination hase/volodin

Faszination hase/volodin

Besonders fasziniert Frau Sonntag das Berliner Paar Minerva Hase und Nikita Volodin. Sie sieht in ihren Leistungen nicht nur technische Präzision, sondern auch eine außergewöhnliche Zusammenarbeit und Zusammengehörigkeit. "Man sieht das in den Gesichtern der beiden: 'Wir wollen, wir können, wir schaffen es'. Das finde ich faszinierend", so Sonntag. Ihre Ausstrahlung und Motivation sind beeindruckend.

Der druck der erwartungen

Der druck der erwartungen

Auch wenn sie als Preisrichterin objektiv bleiben muss, gesteht Frau Sonntag ein, dass es schwerfällt, einen Sportler zu bewerten, der an diesem Tag nicht seine beste Leistung zeigt. Dennoch müsse man versuchen, gerecht zu sein und die aktuelle Form des Athleten zu berücksichtigen. Die Herausforderung besteht darin, die Vergangenheit auszublenden und den Moment zu bewerten.

Unterschiedliche perspektiven

Unterschiedliche perspektiven

Es kommt vor, dass Preisrichter unterschiedliche Eindrücke von derselben Kür gewinnen. Frau Sonntag räumt ein, dass dies aufgrund der persönlichen Wahrnehmung und der eigenen Emotionen passieren kann. Dies gilt auch für erfahrene Preisrichter bei internationalen Wettkämpfen. Die Vielfalt der Perspektiven ist ein Teil des Sports.

Olympische spiele und die zukunft

Olympische spiele und die zukunft

Die Familie Sonntag wird die Auftritte von Hase/Volodin und Hocke/Kunkel bei den Olympischen Spielen aufmerksam verfolgen. Frau Sonntag ist zuversichtlich, dass das Berliner Paar gute Chancen auf eine Medaille hat und wünscht ihnen viel Erfolg. Ihre Leidenschaft für den Eiskunstlauf und ihre Expertise machen sie zu einer wichtigen Stimme in der Sportwelt.