Young boys und servette trennen sich unentschieden – frick kritisiert leistung

Bern – Ein müder Punktgewinn für beide Mannschaften: Young Boys und Servette trennten sich am Sonntagabend im Stade de Suisse mit 1:1. Während die Young Boys den Zähler wohl eher als Erfolg verbuchen können, nagt beim Servette-Team die Erkenntnis, mehr herausgespielt zu haben.

Kunstrasenkurs als stolperstein für genf?

Die Partie verlief in einer für Schweizer Verhältnisse seltenen Zerrissenheit. Die Young Boys hatten mehr Feldanteile und kreierten mehr Torchancen, doch die Genfer konnten durch einen sehenswerten Treffer ausgleichen. Jeremy Frick, der Servette-Keeper, äußerte sich nach dem Spiel beim SRF wenig zufrieden. "Wenn du mit 1:0 führst, denkst du immer, dass drei Punkte das Beste wären", gestand der 33-Jährige. Er räumte ein, dass seine Mannschaft an diesem Abend nicht ihre beste Leistung zeigte.

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass der Kampf im Tabellenkeller sich weiter zuspitzt. Thun, bisher in der Krise, konnte mit einem 2:1-Sieg gegen einen direkten Konkurrenten wichtige Punkte einfahren und scheint den Abwärtstrend endlich durchbrochen zu haben.

Elfmeter-diskussion und taktische analyse

Elfmeter-diskussion und taktische analyse

Ein strittiger Elfmeterpfiff sorgte für weitere Diskussionen. Bedia, der Servette-Spieler, gab an, dass der Schiedsrichter in dieser Szene durchaus anderer Meinung sein konnte. "Man kann ihn pfeifen oder nicht," so Bedia. Die Wahrnehmung war, dass der Unparteiische sich eher den Young Boys zuwandte. Doch das eigentliche Problem scheint tiefer zu liegen: Die Leistung auf dem Kunstrasen.

"Ich muss auch sagen, es ist immer megaschwer, auf einem Kunstrasen zu spielen, wenn du nicht jeden Tag auf diesem Kunstrasen spielst," betonte Frick. Die Genfer hatten sichtlich Mühe, ihre gewohnte Spielweise umzusetzen. Schwache Pässe und vergebene Chancen zeigten die Auswirkungen des ungewohnten Untergrunds. Es war ein Spiel, in dem die Young Boys zwar die größeren Möglichkeiten hatten, aber Servette durch seine defensive Stabilität und die gelegentlichen Konter gefährlich blieb.

Die Young Boys dürften den einen Punkt zwar nicht als optimal betrachten, doch die Realität ist, dass in der Schweizer Super League selten klare Verhältnisse herrschen. Das Unentschieden spiegelt die ausgeglichene Kräfteverhältnisse wider und lässt beide Teams mit einem gewissen Gefühl der Unzufriedenheit, aber auch der Erleichterung den Platz verlassen.